Donnerstag, 15. Dezember 2005

NS-Entschädigung: Kuratorium beschloss Zahlungen - bereits 100 Briefe verschickt

  • Vorsitzender Andreas Khol: "Wird ständig gerechnet"
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Das Kuratorium des allgemeinen Entschädigungsfonds für NS-Opfer hat heute Nachmittag einstimmig die Auszahlung der ersten Vorschüsse beschlossen. 100 Briefe seien bereits an Geschädigte verschickt worden, sagte Kuratoriums-Vorsitzender Andreas Khol der APA. Am kommenden Montag werde er noch weitere 1.300 positive Bescheide versenden, so der Nationalratspräsident. Die Zeit drängt, denn man will zum Abschluss des Jubiläumsjahrs auch die ersten Überweisungen tätigen, zuvor müssen allerdings die Antragsteller auf die Schreiben des Fonds antworten.

Khol zeigte sich "froh", dass das Kuratorium den ersten Vorauszahlungen aus dem 210 Millionen Dollar schweren Fonds einhellig zugestimmt habe. Am kommenden Montag werde er drei Stunden lang mit der Signierung der nächsten 1.300 Briefe beschäftigt sein, betonte Khol. Der Unterschied zu den zuvor genannten 921 Anträgen, die noch in diesem Jahr erledigt werden sollen, ergebe sich dadurch, dass noch heute weitere Fälle bearbeitet wurden, erklärte Khol. "Es wird ständig gerechnet." Ab 2006 sollen rund 1.500 Fälle pro Monat bearbeitet werden, insgesamt wurden seit der Errichtung des Fonds 2001 über 19.000 Anträge gestellt. "Es gilt, im kommenden Jahr diesen Berg abzuarbeiten", sagte der Nationalratspräsident.

Entschädigt wird für Verluste oder Schäden während der NS-Zeit auf dem Gebiet der heutigen Republik Österreich. (apa/red)

15.12.2005 17:53