Brand in einem Kärntner Zementwerk: Keine Brandstiftung - technischer Defekt!
- Durch Hitzestau ging Förderband in Flammen auf
- Wietersdorfer&Peggauer: Schadenshöhe unbekannt
Ein technischer Defekt hat am Mittwochabend in einem Kärntner Zementwerk einen Brand verursacht. Anfangs wurde ein Großfeuer befürchtet, die Feuerwehren brachten die Flammen aber relativ rasch unter Kontrolle. Auslöser war ein defekter Ventilator, die Höhe des Schadens war vorerst nicht bekannt. Wann die Anlage wieder in Betrieb gehen kann, soll am Donnerstag entschieden werden.
Knapp vor 20.00 Uhr war durch den Ventilatordefekt bei einem Drehrohrofen des Zementwerks Wietersdorfer&Peggauer in Klein St. Paul im Görtschitztal (Bezirk St. Veit/Glan) ein Brand ausgebrochen. Nach Angaben des Wietersdorfer-Pressesprechers Michael Slamanig war ein Förderband, das aufbereiteten Kunststoff als Sekundarbrennstoff in den Ofen transportiert, nach dem Defekt nicht zur Seite geschwenkt, wie es eigentlich hätte tun sollen. Durch die Hitze gerieten Kunststoff und Förderband in Brand.
Insgesamt 13 Feuerwehren rückten aus, sie brachten die Flammen relativ rasch unter Kontrolle. Nach Angaben der Unternehmensleitung waren weder der Drehrohrofen noch der Wärmetauscher-Turm gefährdet. Knapp zwei Stunden später war das Feuer fast zur Gänze gelöscht. Ob der Drehrohrofen bereits am Donnerstag wieder in Betrieb genommen werden kann, war vorerst unklar. Zuvor muss noch eine Reihe von Kontrollen erfolgen.
Das Werk, das zum Klagenfurter Familienunternehmen Wietersdorfer gehört, war in den vergangenen Monaten um mehr als 30 Mio. Euro modernisiert worden, derzeit sind dort 180 Mitarbeiter beschäftigt. Die Arbeitsplätze sind dem Vernehmen nach durch den Brand nicht gefährdet.
(apa)
