Hütchenspieler haben auf Mariahilfer Straße wieder Hochsaison: 3 Festnahmen!
- Männer wurden mit Verwaltungsstrafe belegt
Obwohl illegal und per Gesetz verboten, scheint das Hütchenspiel auf der inneren Mariahilfer Straße wieder Hochsaison zu haben. Wie ein Lokalaugenschein der APA ergab, traten insgesamt drei Gruppen, die aus je drei bis vier Personen bestanden, an verschiedenen Orten zwischen Gerngross und Westbahnhof in Aktion. Die Polizei hat insgesamt drei Personen vorläufig festgenommen.
Von Beamten des Kommissariats Margareten wurden die illegalen Glücksspieler aufgegriffen und aufs Wachzimmer gebracht. Dort wurden sie vom ebenfalls anwesenden Magistratsbeamten mit einer Verwaltungsstrafe belegt. Anschließend wurden die Hütchenspieler wieder auf freien Fuß gesetzt.
Bereits am vergangenen Wochenende haben zahlreiche Hütchenspieler auf der stark frequentierten Einkaufsmeile ihre "Künste" dargeboten. "Sie treten organisiert auf und haben sogar Aufpasser", erklärte Georg Samuely von der Bundespolizeidirektion Wien. Immer wieder patrouillieren Polizisten gemeinsam mit Magistratsbeamten auf der Mariahilfer Straße, um dem illegalen Treiben Einhalt zu gebieten.
Trotz dieser gezielten Schwerpunktaktionen von Gemeinde und Exekutive samt Einhebung von Verwaltungsstrafen scheint sich das Glücksspiel für die organisierten Gruppen auszuzahlen. Bis zu "einigen hundert Euro" haben Personen im Laufe eines Spiels schon verloren, sagte Samuely. Der Reiz mitzuspielen sei ähnlich groß wie die Geschicklichkeit der Hütchenspieler. "Am Anfang spielen sie langsam, damit man gewinnt - dann werden sie immer schneller", so Samuely.
Das Hütchenspiel ist im Wiener Veranstaltungsgesetz seit 1. Oktober 2005 als "verbotenes Spiel" verankert. Die maximale Verwaltungsstrafe beträgt 7.000 Euro plus 700 Euro Verwaltungskosten. (apa)
