Dienstag, 13. Dezember 2005

Nach Spaltung der BZÖ von FPÖ: Streit um Kärntner Bauernorganisation entbrannt

  • FPÖ kritisiert "illegale Übernahme" durch die Orangen
  • Generalversammlung am 29. Dezember einberufen

Die Probleme nach der Aufspaltung in FPÖ und BZÖ haben nun auch die freiheitliche Bauernschaft in Kärnten erfasst. Der geschäftsführende FPÖ-Landesobmann Karlheinz Klement kritisierte am Dienstag, es hätte eine "illegale Übernahme" durch die Orangen gegeben, die "angebliche Generalversammlung" der freiheitlichen Bauern sei nicht rechtens gewesen. Die FPÖ will nun ihrerseits am 29. Dezember eine Generalversammlung der Bauernschaft einberufen.

Man wolle zwar nicht ständig rechtliche Streitereien austragen, sagte Klement bei einem Pressegespräch in Klagenfurt. "Es bleibt uns leider aber nichts anderes übrig." Schon die Einladung zur Generalversammlung der Bauernschaft sei nicht ordnungsgemäß erfolgt, behauptete der FPÖ-Generalsekretär, da bei weitem nicht alle Funktionäre eingeladen worden seien: "Da sind nur jene herausgefiltert worden, die den Orangen nahe stehen."

Franz Jamnig, nach eigenen Angaben seit 25 Jahren Mitglied der freiheitlichen Bauern und "seit vielen Jahren als Funktionär tätig", erklärte, er sei - so wie viele andere - nicht eingeladen worden. Bei eben dieser Versammlung seien dann die Vereinsstatuten geändert worden. "Das geht aber nur, wenn wirklich alle eingeladen worden sind", sagte Jamnig. Bisher habe es in den Statuten geheißen, dass man FPÖ-Mitglied sein müsse, um bei der freiheitlichen Bauernschaft sein zu können. "Genau das haben die Orangen geändert."

Nun wolle man zu einer "richtigen Generalversammlung" einladen. Da man jedoch nicht über das Adressenmaterial verfüge, mit dem sich die Orangen "davongemacht" hätten, werde man die Einladung in einer Postwurfsendung der Parteizeitung "Neue Freie Zeitung" publizieren. Man wolle jeden einladen, "egal ob blau oder orange", damit es eine rechtlich einwandfreie Generalversammlung gebe.

Klement und Jamnig kündigten an, man wolle auf jeden Fall bei der im kommenden Jahr stattfindenden Landwirtschaftskammerwahl antreten. "Wir gehen davon aus, dass wir als freiheitliche Bauernschaft dann auch auf den zweiten Listenplatz gesetzt werden, wie es uns zusteht." (apa/red)

13.12.2005 12:40