Dienstag, 6. Dezember 2005

Hundetragödie im Hause Gerda Rogers

Gerda Rogers. Die Astrologin bangt um das Leben ihrer Mischlingshündin Liesi, 14. Sie leidet an Herzschwäche und Atemnot. Ein Humanmediziner verabreicht jetzt kostbare Medikamente.

Liesi ist krank. Schwer krank. Sie leidet an Herzschwäche, Wasser in der Lunge, akuter Bronchitis. Liesi ist vierzehn und sozusagen Gerda Rogers’ Lebensmensch. Mit der Dackel-Terrier-Hündin teilt die Astrologin Tisch und Bett. „Sie ist mein Baby, wie mein Kind! Keiner liebt mich so wie sie.“ Doch wenn sie, hundgemäß, von der Gefährtin in der Badener Villa euphorisch begrüßt wird, bangt sie um deren Leben. „Sie bekommt vor lauter Aufregung Hustenanfälle, dass ich glaube, ihre letzte Stunde hat geschlagen.“ Jetzt soll Kardiologe Dr. Paul Vock dem Schützling helfen. Der Mann ist Herzspezialist – für Menschen. Vor einer Woche, als Liesis Zustand sich rapide verschlechterte, wurde er hinzugezogen. Vock zu NEWS: „Ich war gerade im Krankenhaus und habe via Telefon erste Hilfe geleistet.“

Die Stimmung ist trüb. Rogers: „Ich leide sehr mit ihr. Wenn sie noch vor Weihnachten stirbt – das wäre schrecklich!“

Reine Herzenssache. Dreimal täglich werden Liesi Medikamente zur Stärkung und Entwässerung des Herzens ins Futter gemischt. Vock zu NEWS: „Die Herzinsuffizienz ist unheilbar. Durch Medikamente können nur die Symptome gelindert werden.“ Nebst Fortecor schluckt sie auch Digitalis, ein für Menschen entwickeltes Herzmittel. Vock: „Die Medizin ist hier sehr ähnlich anwendbar. Nur die Dosis ist unterschiedlich.“ Auch anderweitig ist der Zustand der Dackeldame bedenklich. Vor einem Jahr mussten ihr unter Narkose zehn Zähne gezogen werden. „Sie hat beim Fressen geschrien vor Schmerzen.“ Ein Bandscheibenvorfall macht die tägliche Verrichtung auf der Gasse zur Qual. Rogers: „Sie kann nicht mehr weit gehen, deshalb fahre ich mit ihr im Buggy spazieren.“ Kürzlich ergab eine Röntgenuntersuchung, dass sich in der Lunge Wasser sammelt. Vock: „Sie muss es immer wieder aushusten.“ Das raubt Frau Rogers den Schlaf. „Alle drei Stunden bekommt sie einen Anfall. Ich muss sie aufheben und ins Freie tragen, damit sie wieder Luft bekommt.“
In jüngster Zeit teilt sie sich mit Zwillingsschwester Renate den Nachtdienst: „Liesi schläft neben mir im Bett. Ich wache sofort auf, wenn sie röchelt.“

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6.12.2005 17:01