Dienstag, 6. Dezember 2005

Seelendrama Alfons Haider

Seine Erfolgsstory, sein Leidensprozess: Als Entertainer auf dem Karrieregipfel, – als Mensch im Tal der Selbstzweifel.

Die sanfte Runderneuerung ist mehr Routine als Ritual, bei Bedarf kommt die Visagistin ganz einfach zu ihm nachhause: Alfons Haider, der Gastgeber im eigenen Wohnzimmer, ist selbst im privaten Close-up das präzise Abziehbild von Alfons Haider, dem televisionären Dauergast in unseren Wohnzimmern.

Mein Gott, ja, er schminkt sich, weil er gutes Aussehen als Teil dessen versteht, was man drüben in den Staaten Professionalität nennt. Nein, er lebt nicht drüben in den Staaten; erstens, weil man seinerzeit beim Casting zum „Denver Clan“ einem anderen den Vorzug gab, und zweitens, weil seine Verhandlungen über einen Gastpart bei „Desperate Housewives“ noch nicht so ganz spruchreif sind.

Und, nein, zum Teufel, er ist nicht eitel. Dafür aber ist er es endgültig leid, trotz seiner Erfolgsbilanz noch immer viel eher an seinen Kunstgriffen in die Kosmetikbox als an seinen Qualitäten als Künstler gemessen zu werden. „Mir ist in meiner Karriere sehr oft sehr weh getan worden“, sagt Alfons Haider. Perfekt gestylt wie im Studio. Aber irgendwie doch ziemlich ungeschminkt. „Glauben Sie denn, dass mich die vielen, vielen Sticheleien der letzten Jahre nicht schmerzen?“

Schmerzen!? Dabei hat es Alfons Haider mit seinen 48 Jahren doch endgültig geschafft. Seine international beachtete Performance bei „Dancing Stars“ hypte ihn zum populärsten österreichischen Entertainer seit Peter Alexander. Das bestätigen seine Freunde, die seine nonchalante Souveränität seit jeher bewundern, ebenso emphatisch wie seine Feinde, die über sein anachronistisches Handküsser-Image seit jeher spötteln.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS

6.12.2005 16:48