Freitag, 9. Dezember 2005

Bald Sieben-Tage-Woche im Handel? Auch am Sonntag wollen Österreicher einkaufen

  • Die Möglichkeit wird von zwei Drittel befürwortet
  • Akzeptanz für Sonntagsöffnung ist weiter im Steigen

Zwei Drittel der Österreicher wären für flexiblere Ladenöffnungszeiten und würden auch am Sonntag einkaufen, wird der Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung, Peter Zellmann, in einer österreichischen Tageszeitung zitiert.

Die Erhebung, die vom Linzer Marktforschungsinstitut Spectra durchgeführt wurde, zeige, dass die Akzeptanz der Sonntagsöffnung gestiegen sei, berichtet die "Presse". Im Jahr 2000 waren erst rund 50 Prozent der Befragten flexibleren Ladenöffnungszeiten gegenüber "grundsätzlich positiv" eingestellt.

Dennoch haben die Österreicher ein eher zwiespältiges Verhältnis zur Sonntagsöffnung: Während einerseits zwei Drittel der Befragten flexibleren Ladenöffnungszeiten positiv gegenüber stehen, antworteten bei der direkten Frage "Sollen die Geschäfte am Sonntag geöffnet werden?" nur 12 Prozent mit einem "Ja" (market-Umfrage 2004). Diesen Widerspruch erklärt Freizeitforscher Zellmann in der "Presse" so: "Die zwölf Prozent fordern es. Zwei Drittel werden aber schnell zu Kunden, wenn es eingeführt wird."

Laut market-Umfrage habe die Akzeptanz der Sonntagsöffnung stark zugenommen. Die Zahl der Befürworter habe sich seit dem Jahr 2000 auf 12 Prozent verdoppelt. Für Tourismuszonen, wie sie in Wien diskutiert werden, sind laut market 75 Prozent der Österreicher für offene Geschäfte am Sonntag.
(apa/red)

9.12.2005 11:15