Donnerstag, 8. Dezember 2005

Handel zeigt sich sehr zufrieden: Volle Kauf-häuser & klingelnde Kassen am 8. Dezember!

  • Kassen klingeln kräftig: 3 Prozent Plus zum Vorjahr
  • Kleidung, Elektronik und Sportartikel waren gefragt

Der heimischen Handel ist nach zwei Adventsamtsagen und dem 8. Dezember in guter Stimmung. Straßen und Geschäfte waren nicht nur voll, es wurde auch gekauft. Der gestrige Marienfeiertag hat den Händlern im Jahresvergleich ein Plus von nominell 3 Prozent beschert, geht aus der aktuellen bundesweiten Umfrage der KMU Forschung Austria hervor. Die ersten beiden langen Einkaufssamstage haben jeweils ein Plus von 4 Prozent gebracht.

Nach Branchen konnten sich vor allem Drogerien und Parfümerien, Mode-, Schuh- und Sportartikelhändler über steigende Umsätze freuen. Gut gelaufen ist es auch in den Bereichen Elektro, Foto, Uhren und Schmuck. Am meisten gekauft wurden Pullover, Winterschuhe und Skibekleidung. Zu den Rennern zählten weiters Handtaschen und kleine Ledergeschenke, modische Uhren und LCD-Fernsehgeräte.

Ansturm auf Geschäfte
Der Marienfeiertag war für den heimischen Handel ein Jubeltag. Geschäftsleute sprachen von einem regelrechten Ansturm auf die Geschäfte. Bereits am Vormittag waren die Parkplätze bei vielen Einkaufszentren in ganz Österreich voll. Besonders gefragt an diesem 8. Dezember waren Kleidung, Elektronik und Sportartikel. Jeder fünfte Österreicher hat den Feiertag laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für Weihnachtseinkäufe genutzt.

Der 8. Dezember hat sich in den vergangenen Jahren als einer der einkaufsstärksten Tage im Weihnachtsgeschäft etabliert. Seit nunmehr zehn Jahren kann in Österreich an diesem Marienfeiertag eingekauft werden. Der 8. Dezember ist der einzige Feiertag, an dem die Geschäfte laut einer Sonderregelung um 10 Uhr aufsperren dürfen.

"Sehr gute Frequenz trotz guten Wetters"
Der Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ, Erich Lemler, freute sich im Gespräch mit der APA über eine "sehr gute Frequenz trotz des guten Wetters". In den Einkaufsstraßen und Einkaufszentren sei bereits am Vormittag "der Teufel los gewesen". Auch viele Fremde haben den heutigen Marienfeiertag, an dem rund 70 Prozent der Geschäfte geöffnet waren, zum Einkaufen genutzt, so Lemler.

Shopping-Großereignis in Wien
Der Marienfeiertag mutierte in Wien in den vergangenen Jahren zum Shopping-Großereignis. Laut der Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, Brigitte Jank, waren bis zum Nachmittag bereits eine Million Menschen in Wien zum Einkaufen unterwegs. Jank rechnet heuer mit einem Plus von rund zwei Prozent im Weihnachtsgeschäft. Die größten Shopping-Center der Stadt, das Donauzentrum (DZ) und die Lugner-City, berichteten ebenfalls über ausgezeichnete Geschäfte.

100.000 Besucher in der SCS
Über gute Geschäfte freuten sich auch die niederösterreichischen Einkaufszentren. Einen Spitzenwert von 100.000 Besuchern meldete etwa die Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf bei Wien. Geschäftsführer Christoph Adamek: "Die Menschenanzahl ist beeindruckend, bereits um 9.00 Uhr waren unsere Räumlichkeiten bummvoll. Und dies, obwohl wir erst um 10.00 aufgesperrt haben". Ähnlich positiv zeigte sich man sich im Traisenpark St. Pölten Center, wo man auf Grund des Wetters mit weniger Kunden gerechnet hatte.

OÖ: Umsätze auf Vorjahresniveau
In Oberösterreich dürften die Umsätze am Marienfeiertag "auf dem Vorjahresniveau" liegen, sagte Franz Penz, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Auf Grund der guten Schneelage und des schönen Wetters hätten sich doch einige Oberösterreicher zum Skifahren statt zum Einkaufen entschlossen. Auffällig sei heuer der Trend zu qualitativ hochwertigen Geschenken und Markenartikeln.

Salzburg: Ansturm von Italienern
In Salzburg strömten die Weihnachtseinkäufer bereits am Vormittag in die Einkaufszentren und in die Altstadt. Von der Frequenz sei der Tag mit einem Advent-Einkaufssamstag vergleichbar, hieß es aus Salzburgs größtem EKZ, dem Europark. Ebenfalls schon traditionell hoch ist auch heuer wieder der Anteil der Italiener.

Auch Tirol beliebtes Shoppingziel von Italienern
Auch in Tirol wurden die großen Einkaufszentren gestürmt. Einen Besucherandrang gab es zudem in der Innsbrucker Innenstadt. Die Händler zeigten sich mit dem Geschäftsverlauf zufrieden und gingen zum Teil von einem leichten Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr aus. Als Verkaufsrenner erwiesen sich Sportartikel, Spielwaren, Bekleidung, Schuhe, DVD's, CD's und Bücher. Neben den Einheimischen nützten zahlreiche Italiener den Feiertag zum Shoppen.

Vorarlberg: Andrang aus Schweiz & Deutschland
Von regem Andrang sprach auch der Vorarlberger Handel. In den beiden größten Vorarlberger Einkaufszentren in Dornbirn und Bürs bei Bludenz freute man sich über eine ausgezeichnete Besuchsfrequenz. Besonders erfreut zeigte man sich über den Andrang aus der Schweiz und aus Deutschland. Das Weihnachtsgeschäft zeichne sich besser ab als im Vorjahr, hieß es.

Kärnten nach Schneechaos über Umsätze erfreut
Der Kärntner Handel freute sich am 8. Dezember besonders über ein gutes Geschäft, waren doch die beiden ersten Einkaufsamstage im Advent vom Schneechaos auf den Straßen geprägt. "Sowohl Frequenzen als auch Umsatz waren gut", erklärte der Geschäftsführer der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer, Nikolaus Gstättner. Wie in den vergangenen Jahren trugen auch heuer wieder Gäste aus dem benachbarten Italien sowie aus Slowenien zu einem guten Weihnachtsgeschäft in Kärnten bei.

Steiermark: Skifahren vs. Shoppen
Durch die Bank mindestens gleich gute Umsätze wie am zweiten, dem traditionell stärksten Adventsamstag, vermeldete der Handel in der Steiermark an diesem Marienfeiertag - obwohl das sonnige Wetter schon viel Publikum in die obersteirischen Skigebiete absaugte. Schon zu Mittag vermeldeten die großen Einkaufszentren in Seiersberg und Kapfenberg gute Geschäfte. "Der Tag hat sehr früh sehr stark begonnen und hält an", bilanzierte Heinz Zavecs, Obmann der Sparte Handel in der steirischen Wirtschaftskammer.

Burgenland: Kundenfrequenz unterschiedlich
Im Burgenland war der 8. Dezember "ein guter Einkaufstag", wenngleich er an einen Adventsamstag nicht heran komme und die Kundenfrequenzen regional unterschiedlich waren, zog Wirtschaftskammer-Sprecher Harald Schermann Bilanz. Grundsätzlich gingen die Burgenländer lieber am Nachmittag einkaufen, weshalb in einigen Bezirksvororten und kleineren Einkaufsstädten die Geschäfte erst um 13.00 Uhr aufgesperrt haben. Zufrieden mit der Kauflust der Burgenländer zeigte man sich auch im McArthurGlen Designer Outlet Center in Parndorf. (apa/red)

8.12.2005 21:36