Molkereien fordern höheren Milchpreis: Ein Supermarkt hält mit Dumping-Preis dagegen!
- Milchverarbeiter argumentieren mit höheren Kosten
- Softdiskonter will einen Liter um 39 Cent verkaufen
Milch soll teurer werden. Österreichs Molkereien wollen auf Grund gestiegener Kosten bei Energie, Logistik, Treibstoffen und Verpackungen in Folge drastisch gestiegener Öl- und Gaspreise 2006 beim Handel eine Preiserhöhung für Milchprodukte zwischen 3 und 5 Prozent durchsetzen, teilte die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) mit und bezieht sich auf Daten einer Branchenanalyse.
Die Molkereien sehen sich angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation und der Erwartungshaltung der Milchbauern hinsichtlich der Erzeugermilchpreise außer Stande, diese Kostensteigerungen zur Gänze zu übernehmen, hieß es.
"Die einzelnen Molkereien werden in den kommenden Wochen in Gesprächen mit den Handelspartnern ihre Forderungen präsentieren und das weitere Vorgehen festlegen. Die unbestritten hohe Qualität der Produkte der heimischen Milchwirtschaft, die von den Konsumenten stark nachgefragt werden, kann nur durch faire Preise langfristig abgesichert werden", erklärte dazu die VÖM.
Unterdessen teilte der oberösterreichische Bauernbund mit, dass der Softdiskonter Zielpunkt "Preisschleuderei bei Lebensmitteln" betreibe: So soll am 8. Dezember 1 Liter Haltbarmilch um 39 Cent verkauft werden. Dies sei ein "Schlag ins Gesicht der österreichischen Milchbauern", so der Bauernbund.
(apa)

