Aufreger nach zehn Jahren: Katholische Jugend gegen Einkaufstag am 8. Dezember
- Organisation bedauert "Entwertung" der Adventzeit
- Unmut heurrscht auch Jahre nach der "Freigabe" vor
Dass der 8. Dezember ein Einkaufstag ist, erhitzt auch zehn Jahre nach der "Freigabe" die Gemüter. Vor allem aus Kirchenkreisen werden kritische Stimmen laut. Die Katholische Jugend etwa hat Bedauern über die "Entwertung" der Adventzeit geäußert. "Mit der Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten und dem Offenhalten am 8. Dezember werden die Handelsangestellten in wachsendem Ausmaß um ihre Lebensqualität gebracht - denn Lebensqualität bedeutet eben auch die Möglichkeit, gemeinsame Freizeit in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis oder Pfarrgemeinde verbringen zu können", meinte Daniel Dullnig vom Fachbereich Arbeit der Katholischen Jugend Österreich.
"20 Tage voller Einkaufsstress im Dezember sind wohl mehr als genug", glaubt Dullnig. Da müsse nicht auch noch der 8. Dezember dazukommen.
Vor allem auf Lehrlinge werde Druck ausgeübt, so der Katholische Jugend-Vertreter. Lehrlunge seien oft mit einer "freiwilligen Verpflichtung" konfrontiert, am 8. Dezember zu arbeiten.
In St. Pölten hat die Katholische Arbeiterjugend eine Aufkleber-Aktion ("Gekauft werktags vor 18 Uhr") ins Leben gerufen. Mit dem Aufkleber für Weihnachtsgeschenke solle, so die Initiatoren, Bewusstsein geschaffen werden für die zunehmenden Belastungen der Arbeitnehmerinnen durch die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. (apa/red)

