Rotweißrotes Rodel-Team stark: Nach 2. Platz in Calgary nun Gesamtweltcup-Führung
- Kleinheinz nach Platz vier weiter Weltcup-Zweiter
Österreichs Kunstbahn-Rodelteam mit den Cousins Tobias und Markus Schiegl sowie Sonja Manzenreiter und Markus Kleinheinz hat am Samstag im zweiten Weltcup-Rennen in Calgary hinter den USA Platz zwei erreicht. Damit übernahm die ÖRV-Mannschaft nach zwei von vier Team-Bewerben die Führung im Weltcup. Im Herren- Einsitzer wurde Kleinheinz Vierter und bleibt damit Weltcup-2. hinter Albert Demtschenko.
Mit Platz zwei im Team-Bewerb legte sich etwas der Zorn der Österreicher über die katastrophalen Bedingungen im Olympia-Eiskanal in Calgary. Vor allem für die Einsitzer gab es eine regelrechte Windlotterie, die einem jungen Österreicher zum Verhängnis wurde. Daniel Pfister, den einen starke Windböe erwischte, kam im ersten Lauf zu Sturz, blieb aber unverletzt. Auf Grund der alles andere als fairen Verhältnisse brachten die Mannschaftsführer von USA, Italien und Österreich Protest ein, der jedoch von der Jury als "unbegründet" abgewiesen wurde.
Im Herreneinzel baute Demtschenko seine Führung mit dem Sieg in Kanada weiter aus. Auch der Titelverteidiger aus Russland war in Lauf eins vom Wind regelrecht verblasen worden und deswegen bei Halbzeit nur 14. gewesen. Doch mit einer Fabelzeit im Finale raste der Russe noch zum verdienten Sieg vor Deutschlands 39-jährigem Altmeister Georg Hackl, der nach dem ersten Lauf noch geführt hatte. Auch Kleinheinz machte einen Sprung von Platz zehn nach vorne.
"Gegen das Wetter kann man nichts machen. Es hat mehr oder weniger alle gleich erwischt. Die Besten des ersten Laufs, auch durch frühe Startnummern bevorzugt, hat der Wind halt im zweiten Lauf abgeschüttelt", meinte der Tiroler, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit gab. Enttäuschend schnitten die übrigen Österreicher in der kanadischen Öl-Provinz Alberta ab: Rainer Margreiter wurde nur 16., Martin Abentung kam nicht über Platz 24 hinaus.
(apa/red)
