Freitag, 9. Dezember 2005

Red Bull nimmt nun auch an Rallye-WM teil: Mit von Skoda unterstütztem Privatteam

  • Ab Saison 2006 - Steirer Aigner steht als Pilot fest

13 Monate nach dem Einstieg in die Formel 1 mit dem Kauf des Jaguar-Teams startet Red Bull auch in die zweite große Motorsport-WM. Am Freitag gab Skoda-Motorsport bekannt, dass die Tschechen in Zusammenarbeit mit Red Bull und dem österreichischen Rallyeteam BRR (Baumschlager Rallye Racing) die Rallye-WM 2006 bestreiten werden. Das erst Cockpit des Privatteams mit Werksunterstützung erhielt der 21-jährige Steirer Andreas Aigner, der zweite Pilot des Red-Bull-Skoda-Teams soll ein erfahrener Mann sein.

Der dreifache österreichische Meister Raimund Baumschlager wird als Teamchef zwei Skoda Fabia WRC bei 10 der 16 WM-Läufe einsetzen. Für Aigner ergibt sich damit die Chance, sein Talent regelmäßig auf höchster Ebene zu zeigen. In der abgelaufenen Saison hat das Youngster vom Red-Bull-Junior-Team sein Können schon international angedeutet. Auf Zypern beendete Aigner die Rallye auf Platz sechs der Gruppe N, in Deutschland lag er am Schlusstag auf Rang zwei, ehe er ausschied.

"Andreas Aigner hat das Talent, in die Elite der besten Rallye-Piloten der Welt vorzustoßen. Mit dem Fabia WRC kann er Plätze unter den Top-Ten erreichen. Jeder Sonderprüfung unter den Besten der Welt ist für einen jungen Nachwuchsfahrer alleine schon eine unglaubliche Bestätigung", sagte Baumschlager. Vom zweiten, routinierten Fahrer erwartet sich Baumschlager kontinuierlich gute Ergebnisse, um in der Herstellerwertung 2 (Teams auf dem bisherigen WRC-Technikstand) für Skoda zu punkten.

Möglich wurde der Deal durch die Tatsache, dass sich die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda 2006 nicht mit einem Werksteam an der Rallye-WM beteiligt. 2005 hatte Skoda mit 21 Punkten den sechsten und letzten Rang in der Marken-WM belegt. Nach dem Ausstieg von Weltmeister Citroen und Peugeot ist Skoda der dritte von den sechs in der diesjährigen Rallye-WM engagierten Hersteller, der seine offizielle WM-Beteiligung einstellt. Damit sind mit Ford, Mitsubishi und Subaru im nächsten Jahr nur noch drei Hersteller in der WM werksseitig vertreten.

"Die Rallye-WM steht vor einem Umbruch. Zwei führende Werksteams ziehen sich bis zur Entscheidung eines neuen Reglements zurück und setzen Privatteams ein. Diesem Schritt hat sich auch Skoda angeschlossen. Skoda wird die Entwicklung beobachten und dann entscheiden, ob wir eines Tages als Werksteam zurück kommen", erklärte Harald Ludanek, Technikvorstand von Skoda-Auto. (apa/red)

9.12.2005 12:53