Kroatien erstmals Gewinner des Daviscups: ÖTV-Team im Februar gegen Titelverteidiger
Kroatien hat zum ersten Mal den Daviscup gewonnen und kommt als Pokalverteidiger zum Erstrunden-Duell 2006 vom 10. bis 12. Februar gegen Österreich in Graz-Unterpremstätten. Mario Ancic stellte den 3:2-Erfolg über die Slowakei in Preßburg mit einem 7:6,6:3,6:4 im entscheidenden fünften Match gegen Michal Mertinak sicher.
Der kroatische Team-Kapitän Niki Pilic, der 1988, 1989 und 1993 Deutschland zum Daviscup-Sieg geführt hatte, ist damit der erste Coach, der im bedeutendsten Mannschafts-Bewerb im Tennis mit zwei verschiedenen Teams triumphierte.
Die slowakischen Gastgeber glichen am Sonntag zunächst auf 2:2 aus. Wien-Sieger Ivan Ljubicic (26) verlor das Marathon-Duell mit Dominik Hrbaty 6:4,3:6,4:6,6:3,4:6, doch sein 21-jähriger Partner, die Nummer 22 der Weltrangliste, behielt im wichtigsten Moment seiner Karriere kühlen Kopf. Gegen den in der ATP-Rangliste nur an 165. Stelle klassierten Mertinak geriet Ancic nie in Bedrängnis. Nach dem 7:1 im Tiebreak war der Widerstand des Slowaken gebrochen.
Am Vortag hatten Ancic und Ljubicic gegen Hrbaty/Mertinak in knapp drei Stunden 7:6,6:3,7:6 gewonnen. Ljubicics Serie von elf Punkten in diesem Jahr riss erst in seinem zweiten Einzel. Der Service-Spezialist verlor im sechsten Vergleich mit Hrbaty erstmals und in fünf Sätzen, womit er die Rekordmarke von John McEnroe aus dem Jahr 1982 verpasste. Hinterher wurde bekannt, dass Ljubicic mit einem steifen Nacken aufgewacht war und deswegen ernsthaft in Betracht gezogen hatte, auf das Duell zu verzichten. (apa/red)
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