Kurzbahn-Europameisterschaft: EM-Team des OSV für Rekordanzahl an Endläufen gut
- Team-Leader Markus Rogan als Gold-Favorit in Triest
- Jukic und Nadarajah potentielle Medaillen-Hoffnungen
·OSV-Aufgebot und Wettkampfprogramm
24 Österreicher-Starts bei Kurzbahn-EM genannt
·Österreichs Bilanzen bei der Kurzbahn-EM!
Bei neun Auflagen schon sieben Medaillen in Gold!
·Rogan greift in Triest nach den Sternen!
Bei EM zum zweiten Mal Angriff auf Weltrekord!
·EM: Bilanzen von Jukic & "Podo" top!
Neu erlaubter Delfin-Kick sorgt für Ungewissheit
Das österreichische Schwimm-Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Triest wartet mit einer besonders hohen Leistungsdichte auf. Mit Ausnahme des für sein Alter ebenfalls starken EM-Debütanten David Brandl sind alle OSV-Aktiven für Final-Teilnahmen gut, Medaillen sind wie bei den Heim-Titelkämpfen im Vorjahr in Wien von Markus Rogan, Mirna Jukic und Fabienne Nadarajah zu erhoffen.
Rogan konzentriert sich diesmal auf die beiden längeren Rückenstrecken, verzichtet damit auf eine Verteidigung seines Titels über 200 m Lagen. "Das war im vergangenen Jahr wegen des Heim-Publikums eine Ausnahme, dass ich die beiden Rücken-Lagen-Doppel geschwommen bin", erklärt der 23-Jährige. Über 200 m Rücken ist er Favorit. Vielleicht gelingt es ihm in der Hafenstadt, sein Saison-Ziel Weltrekord abzuhaken.
Für Jukic wird es wohl keine persönliche Bestzeit auf ihrer Paradestrecke werden, denn in der Vorbereitung blieb sie über 200 Brust mehr als fünf Sekunden über ihrer Top-Marke. Doch die 19-Jährige weiß, dass sie sich noch steigern kann und hat nach ihrer Silber-Medaille im Vorjahr ein klares Ziel: "Ich will mir den an Anne Poleska abgegebenen Titel zurückholen." Die Deutsche wird freilich nicht die einzige Gegnerin der Wienerin sein.
Nadarajah mit zweiter Top-Strecke
Sind Rogan und Jukic für je zwei Mal Edelmetall gut, hat Nadarajah seit ihrer vorjährigen Bronze-Medaille über 50 m Delfin mit dem Rücken-Sprint ebenfalls eine zweite Top-Strecke dazu bekommen. Die 20-Jährige ist freilich gehandicapt, da sie nach ihrer am 12. November erlittenen Schulterblessur erst wieder seit vergangenem Freitag schmerzfrei trainiert. Ihr Coach Robert Michlmayr: "Jetzt ist es wichtig, Start, Wende und Anschlag zu trainieren."
Österreichs "Trainer des Jahres" hat mit Marilies Demal noch eine weitere Final-Kandidatin in seinem Team. "Für eine Medaille kann es noch nicht reichen. Aber wenn Marilies mit 16 Jahren in ein EM-Finale käme, wäre das schon in Ordnung." Demal startet wie Nadarajah im Delfin- und Rückensprint. Nach einer Krankheitspause im September hat die SV-Schwechat-Athletin ihren Trainingsrückstand zur Gänze aufgeholt und zuletzt beeindruckt.
Quartett für WM qualifiziert
Das genannte Quartett hat sich beim Ströck-Qualifying Ende November auch schon für die Weltmeisterschaften vom 5. bis 9. April in Shanghai qualifiziert, für drei der vier übrigen OSV-Athleten geht es in Italien auch um dieses Ziel. Zu schaffen ist das über die Zeit oder über eine Final-Teilnahme. Sollte Brandl die Norm schaffen, würde er das WM-Team nicht vergrößern, da der Oberösterreicher auf eine Teilnahme in China verzichtet.
Geht es für den 18-Jährigen in Triest vorrangig um persönliche Bestzeiten, geht Birgit Koschischek auf Final-Einzüge los. Bei der EM in Wien verbuchte sie bereits drei Semifinali, nach dem Wechsel mit ihrem Trainer Walter Bär zur Michlmayr-Truppe gab es einen sichtbaren Leistungsschub. Nina Dittrich hat ebenfalls Endlauf-Potenzial, das Hauptaugenmerk der 15-Jährigen gilt allerdings der kommenden Langbahn-Saison. (apa/red)
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