Die Grünen treten bei Tempo 160 auf die Bremse: Protest vor dem Bundeskanzleramt
- Mit Kreuzen als Symbole für zusätzliche Verkehrstote
- UMFRAGE: Soll Tempo 160 auf Autobahnen kommen?
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Die günstigsten Tank- stellen auf einen Blick
Mit einer Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt forderten die Grünen am Freitag ein Ende aller Versuche, Tempo 160 auf bestimmten Autobahnabschnitten einzuführen. Spitzenfunktionäre wie Parteivizechefin Eva Glawischnig, Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny, Sozialsprecher Karl Öllinger und Verkehrssprecherin Gabriela Moser hielten fünf Kreuze in Händen - als Symbol für fünf zusätzliche Tote pro Jahr, die eine Anhebung der Geschwindigkeitsbeschränkung laut den Grünen bringen würde.
"Wir fordern Bundeskanzler Schüssel auf, diese Unsinnspolitik nicht weiter zu unterstützen, sondern zu beenden", sagte Glawischnig im APA-Gespräch. Die ganze Diskussion sei ebenso sinnlos wie die von Verkehrsminister Hubert Gorbach (B) vorgesehene erste Teststrecke auf der Tauernautobahn in Kärnten: "Es gibt hier nichts zu testen. Sollte Tempo 160 auf einigen Autobahnabschnitten umgesetzt werden, kommt die Verkehrssicherheit unter die Räder", so die Grüne Vizechefin.
Die Bundesregierung nehme "zusätzliche Unfälle, Verletzte und Tote in Kauf", kritisierten die Grünen. Jetzt würden im Schnitt jeden Tag zwei bis drei Menschen im Straßenverkehr sterben. Tempo 160 würde "45 Prozent mehr Unfälle, 77 Prozent mehr Unfälle mit Personenschaden und ein mit plus 116 Prozent mehr als doppelt so hohes Risiko für tödliche Verkehrsunfälle" bringen. Damit wären jährlich 148 zusätzliche Unfälle, 122 zusätzliche Verletzte und vier bis fünf zusätzliche Tote zu erwarten.
Dazu kämen, so die Grünen, "mehr Lärm, mehr Krebs erregender Feinstaub, mehr klimaschädliches CO2". Zudem sei die vorgesehene Teststrecke "besonders ungeeignet", weil vierspurig und von einem hohen Anteil übermüdeter Langstrecken- und Transit-Lkw-Fahrer frequentiert.
(apa/red)
