Plus bei Studienanfängern an Universitäten:
Zuwachs geht auf das Konto der Deutschen
- An zwölf Unis gibt es insgesamt 2.200 Anfänger mehr
- Löwenanteil: 1.800 davon stammen aus Deutschland
·NR: Neues Schulpaket
ist einstimmig durch
Alle Bildungspolitiker ausnahmsweise einig
·Studenten-Zuwachs durch deutsche Gäste
An zwölf Unis gibt es 2.200 Anfänger mehr
Bei der Zahl der Studienanfänger an den österreichischen Universitäten gibt es ein deutliches Plus. Und dieses geht fast komplett auf das Konto von Deutschen, wie aus den von der APA nach Ende der Zulassungsfrist bei den wissenschaftlichen Unis erhobenen aktuellen Zahlen hervorgeht. Vor allem an den Medizin-Unis haben die Deutschen österreichische Studienanfänger verdrängt.
An den wissenschaftlichen Unis (ausgenommen Uni Salzburg, Uni Linz und Veterinärmedizinische Universität/VUW, die bisher keine bzw. nur teilweise Zahlen lieferten) war bis zum Ende der Nachfrist ein Studienanfänger-Plus von rund 2.200 Personen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, davon allein rund 1.800 aus Deutschland. Nach den bisher vorliegenden Daten dürften die Uni Salzburg und die VUW diesen Trend noch verstärken, exakte Zahlen gibt es von diesen Unis aber noch nicht. Für die Auswertung berücksichtigt wurden nur jene Personen, die erstmals an einer österreichischen Uni ein Studium begonnen haben - nicht also etwa Studienwechsler.
Am deutlichsten zeigte sich das Bild an den Medizinischen Universitäten in Wien und Innsbruck sowie an der Uni Innsbruck. An der Medizin-Uni Wien waren bei insgesamt gleicher Studienanfänger-Zahl wie im Vorjahr um über 200 Deutsche mehr erstmals zugelassen, ähnlich das Bild an der Medizin-Uni Innsbruck. An der Uni Innsbruck gibt es um insgesamt rund 200 Studienanfänger mehr als im Vorjahr, aber um fast 300 mehr allein aus Deutschland.
Zehn Prozent Zuwachs an der Uni Wien
An der Uni Wien stieg die Zahl der Erstinskribenten um rund 750 (plus zehn Prozent) auf rund 8.550. Die Zahl der Deutschen erhöhte sich dabei um etwa 360 auf mehr als 900. Etwas geringer fiel der Zuwachs an der Uni Graz aus, wo mit 3.200 Studenten um knapp 200 Personen mehr ein Uni-Studium begannen als im Jahr davor. Die Zahl der Deutschen erhöhte sich dabei um rund 50 auf 110.
In das Bild dieser Zahlen passt eine Meldung aus Deutschland: Dort ist laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Erstimmatrikulierten mit rund 352.000 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gesunken.
Durch die Entwicklung bei den Anfängern wird es auch insgesamt deutlich mehr Studenten an den Universitäten geben. Exakte Gesamtzahlen werden allerdings erst nach dem 15. Dezember vorliegen, wenn tatsächlich alle Eingänge von Studienbeiträgen verbucht sind. Die größte Hochschule des Landes, die Uni Wien, etwa erwartet mindestens 64.000 Studenten, um rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr. An den Unis Graz und Innsbruck dürften die Zuwächse bei rund einem Prozent auf jeweils knapp 20.000 Studenten liegen.
(apa/red)
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