Mittwoch, 7. Dezember 2005

Fataler Schlag auf den Kopf: Jahrelanger Streit unter Brüdern in Wien endete tödlich

  • Kriminaldirektion: "Aber kein vorsetzlicher Mord"
  • Jüngerer soll Geschäft heruntergewirtschaftet haben

Der Tod eines 58-jährigen Wieners in Rudolfsheim-Fünfhaus ist geklärt: Der Mann hat die Folgen einer Körperverletzung durch seinen 60-jährigen Bruder nicht überlebt. Die Männer hatten jahrelang gestritten, berichtete Johann Schaffer von der Kriminaldirektion. Im Zuge einer neuerlichen Auseinandersetzung erlitt der Jüngere einen fatalen Schlag auf den Kopf. "Es war aber kein vorsetzlicher Mord."

Die Familie der Brüder war früher recht vermögend. Nach dem Tod des Vaters bekam der 58-Jährige ein Geschäft überschrieben, das er laut Schaffer allerdings herunterwirtschaftete. Die Männer sprachen immer öfter dem Alkohol zu und stritten zum Teil sehr heftig. Der Ältere soll seinen Bruder wiederholt geschlagen haben.

Auch in der vergangenen Zeit hatte es wieder eine Auseinandersetzung gegeben. Der 58-Jährige bekam einen Hieb ab und stürzte auf den Hinterkopf. Über mehrere Tage sickerte Blut ins Gehirn, bis der Mann an einem Blutgerinnsel in seiner heruntergekommenen Wohnung verstarb. (apa/red)

7.12.2005 11:13