NEWS: 28.000 illegale Visa wurden in Österreichs Botschaft in Kiew verkauft
- Visa-Skandal explodierte auf 40.000 Verdachts-Fälle.
- NEWS veröffentlicht Akten der Ermittler: Skandal hätte schon viel früher auffliegen müssen
Das Nachrichtenmagazin NEWS deckt in seiner aktuellen Ausgabe auf, dass an der Österreichischen Botschaft in Kiew insgesamt 28.000 Touristenvisa verkauft worden sein sollen. Mehr als 20 Reisebüros sollen dort fast ein Jahr lang wöchentlich jeweils exakt 50 Visa an ausreisewillige Ukrainer verkauft und dabei auch Mitarbeiter der Botschaft kräftig geschmiert haben.
Die Deals sollen nach dem Auffliegen der deutschen Visa-Affäre - Ex-Außenminister Joschka Fischer hatte eine Weisung erteilt "im Zweifel für" die Ausreisegenehmigungen zu entscheiden - in Kiew begonnen haben. Die Visa-Mafia sei danach auf andere Botschaften - darunter die österreichische - ausgewichen. Die Bezahlung für die Visa soll über eine ukrainisch-stämmige Mitarbeiterin der österreichischen Botschaft erfolgt sein.
Zudem veröffentlicht NEWS exklusiv weite Teile des Verschluss-Aktes zur Visa-Affäre. Aus den Dokumenten geht unzweifelhaft hervor, dass die Machenschaften an der Belgrader und Budapester Botschaft bereits spätestens im Jahr 2003 auffliegen hätten müssen.
Zudem wird in den Fällen der involvierten Burgenländischen und Kärntner Unternehmen deutlich, dass der Revision des Aussenamtes die betroffenen Visa-Akten vorlagen, die fast gänzlich von Vizekonsul Peter H. bearbeitet und von Generalkonsul Johann R. paraphiert wurden.
Die Gesamtzahl der über Österreichische Behörden verkauften Visa erhöht sich damit auf bisher rund 40.000.
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