Klage gegen Palmers wegen Steffl-Verkauf: Miteigentümer klagt Sperrminorität ein
- Palmers will Steffl und das Herzmansky verkaufen
- Schmid ist in Verhandlungen nicht mit eingebunden
Christian Michael Palmers, der gerade den Verkauf der Gerngross-Immobilien Steffl und Herzmansky an die börsennoierte Sparkassen Immobilien AG diskret vorbereitet, wird nun bei diesem Vorhaben durch eine Klage empfindlich gestört, berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe. Kläger ist der Unternehmer Hans Schmid, langjähriger Freund der Familie Palmers und Minderheitseigentümer der Gerngross Kaufhaus AG. Schmid hat Klage gegen Palmers auf Übertragung einer Aktie an der Gerngross AG mit dem Argument eingebracht, dass ihm diese eine Aktie und damit die Sperrminorität von Palmers zugesagt worden sei.
Palmers, in dessen Einflussbereich 75 Prozent der Gerngross Kaufhaus AG stehen, will diese letzten aus der Konsum-Ära verbliebenen Gerngross-Immobilien mit einem Schätzwert von ca. 120 Millionen Euro rasch verkaufen. Astrid Gilhofer, Palmers-Vertraute und Aufsichtsratsvorsitzende der Palmers AG, bestätigt im NEWS-Gespräch "intensive Verhandlungen" mit der Sparkassen Immobilien AG. Der Unternehmer Hans Schmid, der die restlichen 25 Prozent kontrolliert, ist in die Verhandlungen nicht eingebunden. "Wir wollen diese Immobilien auch nicht verkaufen", erklärt der Vorstand der Hans Schmid Privatstiftung gegenüber NEWS.
Die eine Aktie, die Schmid nun rechtlich einfordert, hat große rechtliche Relevanz. Denn für maßgebliche Beschlüsse wird eine Dreiviertelmehrheit der Eigentümer benötigt.
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