Boygroup-Hysterie eskaliert: 150 Verletzte bei Panik bei Autogrammstunde in Hamburg
- 3.500 Teenager warteten in Einkaufcenter auf US5
- Polizeisprecher: "Viele sind einfach umgekippt"

Nach einem Massenansturm bei einer Autogrammstunde der deutsch-amerikanischen Boygroup US5 in einem Elektronikmarkt in Hamburg sind am Dienstag bereits 150 Verletzte gemeldet worden. Acht Kinder und Jugendliche mussten in einem Krankenhaus versorgt werden, konnten aber nach ihrer Behandlung wieder entlassen werden. "Die meisten hatten Probleme mit dem Kreislauf", sagte ein Polizeisprecher.
Etwa 3.500 Teenager hatten am Montagnachmittag gespannt auf den Auftritt der Popband auf einem Parkdeck des Einkaufcenters gewartet. Als die Gruppe die Bühne betrat, waren die zumeist weiblichen Fans nicht mehr zu halten, sagte ein Polizeisprecher. Immer mehr strömten in Richtung der Absperrgitter. In dem dichten Gedränge brach Panik unter den Jugendlichen aus: "Viele sind einfach umgekippt", sagte der Sprecher.
Nach nur drei Minuten beendete die Polizei die Autogrammstunde und ließ die Gitter wegräumen. Mit einem Großaufgebot an Rettungswagen und Helfern versorgte anschließend die Feuerwehr die verstörten Kinder. (apa/red)
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