Samstag, 3. Dezember 2005

Zweiter Adventsamstag bringt Kaufrausch: Handel jubelt über ein Plus von vier Prozent

  • Renner Winterbekleidung, LCD-TV und Spielwaren

Der Weihnachtseinkauf lässt die Kassen des Wiener Handels wieder klingeln: Auch am zweiten Adventsamstag wurden nicht nur höhere Umsätze als 2004, sondern auch eine Steigerung gegenüber der Vorwoche verzeichnet. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Wiener Wirtschaftskammer (WKW). Man bleibt deshalb für das gesamte Weihnachtsgeschäft optimistisch und prognostiziert weiter ein Plus von zwei Prozent, so WKW-Präsidentin Brigitte Jank im APA-Gespräch.

Auch der zweite Adventsamstag hat dem heimischen Handel schöne Zuwächse beschert. Die Chancen, dass heuer zu Weihnachten mehr eingekauft wird als vor einem Jahr stehen gut, so der Geschäftsführer der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hannes Mraz, nach dem zweiten langen Einkaufssamstag. Nach einer bundesweiten Umfrage der KMU Forschung Austria betrug der nominelle Zuwachs ohne Lebensmittel 4 Prozent.

Renner waren vor allem Winterbekleidung und Wintersportgeräte, Spielwaren, Silber und Stahlschmuck, Uhren und LCD-Fernseher. Nicht ganz so gut lief es in den Bereichen Papierwaren und bei den Juwelieren.

Die KMU Forschung hat für heuer eine Steigerung des Weihnachtsgeschäftes im Einzelhandel von 1 bis 2 Prozent prognostiziert. 86 Prozent der Österreicher über 15 Jahren werden heuer Geschenke kaufen und dafür durchschnittlich 350 Euro ausgeben. Insgesamt werden in Österreich um rund 1,4 Mrd. Euro Geschenke eingekauft.

Immer mehr Weihnachtsgeschenke werden via Internet gekauft. Besonders beliebt sind Online-Auktionen. Konsumentenschutz-Staatssekretär Sigisbert Dolinschek empfiehlt den Kunden bereits vor dem Internet-Einkauf die wichtigsten Fragen zu klären. Seriöse Anbieter verlangen keine Vorauskasse, sondern bieten sichere elektronische Zahlungsmittel, akzeptieren Treuhand-Services oder versenden per Rechnung oder Nachnahme. Dass selbst große Auktionsplattformen wie eBay bei Unstimmigkeiten für ihre User nur via kostenpflichtige Mehrwertnummern erreichbar sind, sei inakzeptabel.
(apa/red)

3.12.2005 16:06