Wegen Tintenspuren in Verpackung: Parmalat nimmt Milch in Italien vom Markt
- War in Kartons von Tetra Pak verpackt
- Milchproduzent Granarolo von ITX-Skandal betroffen

Nach Nestle und Milupa nimmt auch der italienische Nahrungsmittelkonzern Parmalat seine Milchpackungen aus dem Handel, nachdem Spuren der chemischen Substanz ITX entdeckt worden waren. Die Milch ist in Kartons der schwedischen Firma Tetra Pak verpackt.
Das Unternehmen hat diese Woche die Produktion von Verpackungen mit IsopropylThioXanton (ITX), einem Fotoinitiator für Tinte, in Europa gestoppt. Spuren von ITX waren bereits in Babymilch der Marken Nestle und Milupa gefunden worden. Die Milch war in Italien und in anderen europäischen Ländern beschlagnahmt worden. Auch der Milchproduzent Granarolo zog aus dem selben Grund mehrere Milchverpackungen vom Markt zurück.
Der italienische Konsumentenschutzverband Altroconsumo hatte am Dienstag berichtet, Tintenspuren auch in Verpackungen von Fruchtsäften und Milchprodukten von Tetra Pak entdeckt zu haben. Mit einem einseitigen Inserat in den meistgelesenen italienischen Tageszeitung kündigte Tetra Pak am Mittwoch den Produktionsstopp der Verpackungen mit ITX an.
Baby-Milch von Nestle war vergangene Woche in vier europäischen Ländern vom Markt genommen worden. Allein in Italien ordneten die Behörden die Beschlagnahmung von 30 Millionen Litern an. Betroffen waren auch Frankreich, Spanien und Portugal, wie das Unternehmen mitteilte. In Österreich war das Produkt nicht verkauft worden. (apa/red)
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