Mittwoch, 30. November 2005

"Abspaltung? Nicht mit uns!" Betriebsrat der BA-CA wehrt sich gegen Umbau-Pläne

  • Trennung von Österreich- und Ostgeschäft befürchtet
  • In Resolution Einhaltung der Verträge gefordert

Der geplante Umbau der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) durch den neuen italienischen Mehrheitseigentümer UniCredit stößt beim Betriebsrat in Wien auf Widerstand. Zwar habe UniCredit-Chef Alessandro Profumo schon 95 Prozent der Aktien in der Tasche, doch in Wien will man sich gegen eine "Austöchterung" und damit Trennung des Österreich-Geschäfts vom Osteuropa-Geschäft wehren.

"Abspaltung? Nicht mit uns", deponierte Hedwig Fuhrmann, BA-CA- Betriebsratsvorsitzende am Mittwoch gegenüber der APA. Man begrüße es, dass das Osteuropa-Geschäft der gesamten Gruppe von Wien gesteuert wird, "aber nicht um den Preis der Abspaltung des Österreich-Teils", so Fuhrmann.

Eine solche Struktur möge vielleicht in Italien funktionieren, man könne sie aber nicht über Österreich "drüberstülpen". In den künftigen Verhandlungen mit den Italienern über künftige Struktur und Positionierung der BA-CA im UniCredit-Konzern müsse es jetzt "Bewegung" geben. Und: "Ich habe Zeit", so Fuhrmann. Ansonsten, so betonte sie zugleich, stehe man dem Zusammenschluss mit UniCredit "offen" gegenüber.

In einer am Dienstag verabschiedeten Resolution werden als ein "Grundpfeiler" für eine gedeihliche Zusammenarbeit und die "Bereitschaft zum vollen Engagement auch in der neuen Bankengruppe" die "Einhaltung bestehender Verträge" sowie die "Sicherung einer starken Rolle der BA-CA in der neuen Bankengruppe" sowie Absicherungen von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen in Österreich gefordert. Die BA-CA sei, so heißt es in der Resolution "Universalbank und Leitgesellschaft für Zentral- und Osteuropa".

(apa)

30.11.2005 14:44