Mittwoch, 30. November 2005

Austria Frost-Mitarbeiter zittern weiter um ihre Jobs: Gläubiger vertagen Entscheidung!

  • Nachbesserungen noch bis nächsten Montag möglich

Im Ringen um die Weiterführung des Tiefkühlwerks Austria Frost in Groß Enzersdorf ist wieder keine Entscheidung über den Verkauf gefallen. Der Gläubigerausschuss hat die Entscheidung bis zum nächsten Montag vertagt. Die Gläubiger bewerten die Vertagung als "im Interesse des Standorts liegend", wie ein Sprecher von Masseverwalter Christoph Stapf sagte. "Alle Interessenten haben die Chance, bis dahin ihre Angebote nachzubessern oder ihre Vorstellungen zu präzisieren."

Ursprünglich hätte der Gläubigerausschuss die Entscheidung über die drei Offerte am Montag treffen sollen, in der Zwischenzeit hat sich aber auch die Landespolitik eingeschalten. Finanzlandesrat Ernest Gabmann (V) hat Landesförderungen in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber klargemacht, dass er er im Gegenzug die Erhaltung des Standorts mit seinen 300 Beschäftigten und etwa 500 bäuerlichen Zulieferern erwartet.

Details zu den Fördermöglichkeiten hätten aber wegen der knappen Zeit nicht ausgearbeitet werden können, das soll in den nächsten sieben Tagen nachgeholt werden, sagte ein Gläubiger-Vertreter nach der Sitzung zur APA. Danach könnten die drei Interessentengruppen ihre Angebote an die neuen Gegebenheiten anpassen. "Vielleicht führt das auch zu neuen Vorschlägen von Seiten der Bieter, die die Fabrik bisher teilweise still legen wollten."

In der letzten Runde sind dem Vernehmen nach nur die belgische Pinguin-Gruppe, der ostdeutsche Tiefkühlspezialist Frenzel und der slowenische Gemüsehändler Gea übrig geblieben.

(apa)

30.11.2005 12:33