Donnerstag, 1. Dezember 2005

Stuttgart verpasste UEFA-Cup-Gruppensieg:
Vorjahrssieger ZSKA Moskau ausgeschieden

  • Heerenveen schnappte Titelverteider Platz drei weg
  • PLUS: Alle Ergebnisse und die Tabellen der 8 Gruppen

Der VfB Stuttgart hat den Gruppensieg in Pool G des UEFA-Cups um Haaresbreite verpasst. Die Schwaben, bei denen ÖFB-Teamspieler Martin Stranzl wie einige andere Stammkräfte vorerst auf der Bank Platz genommen hatte, mussten sich gegen Rapid Bukarest mit einem 2:1-Heimsieg begnügen, hätten aber einen Erfolg mit zwei Toren Unterschied zu Platz eins benötigt. Als Tabellendritter hinter Bukarest und Donezk bekommen die Stuttgarter nun in der Runde der letzten 32 einen Gruppensieger als Gegner zugelost.

Mehr als glücklich schätzen, überhaupt in die K.o.-Phase eingezogen zu sein, darf sich der SC Heerenveen. Hanssen schoss den Klub des Österreichers Thomas Prager in der letzten Minute der regulären Spielzeit zu einem 2:1-Heimsieg gegen Lewski Sofia und damit auf Platz drei hinter Olympique Marseille (2:1 gegen Dinamo Bukarest) und den Bulgaren. Der Aufstieg von Heerenveen ging auf Kosten des spielfreien Titelverteidigers ZSKA Moskau. Dem russischen Meister hätte in der Zuschauerrolle ein Remis bei Heerenveen - Lewski zum glücklichen Aufstieg gereicht.

Basel zitterte bis zum Schluss
Während die Bolton Wanderers mit einem Heimremis gegen den FC Sevilla (1:1) in Gruppe H alles klar machen und sich trotz eines 3:1-Auswärtssieges von Besiktas Istanbul bei Victoria Guimaraes als Aufsteiger zu den Andalusiern und Pasching-Bezwinger Zenit St. Petersburg gesellten, zitterte der FC Basel bis in die äußerste Schlussphase.

Der Schweizer Meister unterlag bei AS Roma nach Toren von Taddei (14.), Totti (45.) und Nonda (49.) bzw. Petric (78.) klar mit 1:3, profitierte aber von einem 2:2-Unentschieden im Parallelspiel zwischen Racing Straßburg und Roter Stern Belgrad. Gruppensieger Straßburg, der den GAK in der 1. Hauptrunde mit dem Gesamtscore von 7:0 aus dem Bewerb geschossen hatte, erzielte erst in der 94. Minute durch den zweiten Treffer des 18-jährigen, 1,68 Meter kleinen Kevin Gameiro den Ausgleich. Bis zur 79. Minute, dem ersten Streich Gameiros, hatte den Serben, denen im vom Österreicher Stefan Meßner geleiteten Spiel ein Sieg gereicht hätte, sogar 2:0 geführt.

Ebenso hätte dem VfB Stuttgart, der schon vor der letzten Runde als Aufsteiger festgestanden war, ein 2:0-Heimsieg gegen Bukarest zum Poolsieg gereicht. Dank zweier Co-Produktionen der Youngsters Mario Gomez und Christian Gentner, die schon im Future-Cup-Länderspiel gegen Österreich in Mattersburg (2:5) im deutschen "Team 2006" geglänzt hatten, sahen der VfB auch lange Zeit wie der sichere Gruppensieger aus. Doch ein wegen angeblichen Handspiels nicht unumstrittener Burdujan-Treffer (80.) brachte die Schwaben um die Früchte ihrer Arbeit. Defensiv-Allrounder Stranzl wurde erst in der 89. Minute eingewechselt.

(apa)

1.12.2005 20:39