Bazina Österreichs "Fußballer des Jahres": GAK-Kicker von Bundesliga-Trainern gewählt
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Welcher Coach welchem Spieler seine Stimme gab
Der Kroate Mario Bazina ist von den zehn Bundesliga-Trainern zu Österreichs Fußballer des Jahres 2005 gewählt worden. Der 30-jährige Offensivspieler des GAK gewann mit 36 Punkten deutlich vor dem Vorjahressieger Steffen Hofmann (Rapid/12) und Rene Aufhauser (Salzburg/7). Die Ehrung erfolgt unmittelbar vor dem letzten Heimspiel der Grazer in diesem Jahr am 8. Dezember gegen SV Mattersburg.
"Das ist eine große Überraschung für mich. Ich habe eine Supersaison gehabt, aber damit habe ich wirklich nicht gerechnet", erklärte Bazina nach der von der APA - Austria Presse Agentur - durchgeführten Wahl. Dabei ist er 2001 nicht als Goalgetter, sondern als Kreativspieler zum GAK geholt worden. Schon in der Saison 1998/99 war der Spielmacher in Kroatien zum "Spieler der Saison" gewählt worden. "In der zweiten Liga, in der ich spiele, wieder so ausgezeichnet zu werden ist schon etwas Besonderes", meinte der Wahl-Grazer.
Bazina ist der insgesamt fünfte Ausländer (Ivica Vastic hat mittlerweile die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen) und der zweite GAK-Kicker nach Ronald Brunmayr (2001) seit Beginn der APA-Umfrage 1984, der diese Auszeichnung in Empfang nehmen darf. Mit Walter Schachner, Josef Hickersberger, Heinz Hochhauser, Franz Lederer, Stanislaw Tschertschessow und Robert Pflug setzten gleich sechs Trainer den Feinmechaniker auf Platz eins und bescherten ihm damit den überlegensten Sieg in dieser Wahl seit 2002, als der Austrianer Vladimir Janocko mit 46 Punkten 37 Zähler vor Axel Lawaree triumphierte.
Schachner: "Beständigster Spieler"
Für seinen Coach Schachner ist Bazina "einer der beständigsten Spieler über das ganze Jahr. Er ist kein Goalgetter, macht aber Tore." Ähnlich äußerte sich Rapid-Betreuer Hickersberger über den derzeit besten Torschützen in der Bundesliga. "Er war über das gesamte Jahr der herausragende Spieler, glänzte als Vorbereiter und Vollstrecker."
Ried-Trainer Heinz Hochhauser bezeichnete Bazina als "universellsten Spieler" der Bundesliga, Mattersburg-Coach Lederer hält den Kroaten für "einen begnadeten Fußballer, der einer der fairsten Spieler ist und nicht durch Undiszipliniertheiten auffällt". Für Admira-Betreuer Pflug ist der 30-Jährige nicht nur ein "perfekter Fußballer", sondern auch "eine tolle Persönlichkeit".
"Zaubermaus" erst einmal im Team
Erst ein Mal hat Bazina das kroatische Teamdress getragen - für eine halbe Stunde, als er am 21. August 2002 im Testspiel gegen Wales (1:1) in der 61. Minute von Teamchef Otto Baric eingewechselt worden war. 2006 heißt der Nationaltrainer Zlatko Kranjcar, der hat ebenfalls Österreich-Vergangenheit und mit seinem Sohn Nico einen klaren Favoriten für die Spielmacher-Position. "Die Konkurrenz ist in Kroatien wirklich sehr groß. Wir haben zahlreiche Extraklasse-Stürmer, aber ich sehe meine Position sowieso etwas hinter den Spitzen", erklärte Bazina.
Beim GAK glänzte die "Zaubermaus" (1,77 m, 72 kg) zuletzt auch als Vollstrecker, führt mit zehn Saisontoren die Bundesliga-Schützenliste an. "So viele Tore habe ich noch nie in meinem Leben geschossen. Ich kann das eigentlich nicht erklären, aber ich bin jetzt ein etwas anderer Spieler. Beim GAK habe ich mehr Druck und eine größere Verantwortung als in den vergangenen Jahren", sagte Bazina, der nach den Abgängen von Rene Aufhauser (Salzburg) und Mario Tokic (Austria) bei den "Rotjacken" in eine Führungsrolle geschlüpft ist.
Er selbst stand zuletzt ebenfalls im Mittelpunkt von Wechselgerüchten zu Red Bull Salzburg, will seinen bis Sommer 2007 laufenden Vertrag beim österreichischen Vizemeister aber erfüllen. "Ich habe alles hier in Graz - meine Familie und einen guten Verein, mit dem wir immer um den Titel oder zumindest den UEFA-Cup mitspielen", meinte Österreichs Fußballer des Jahres. Wegen seiner Familie - sein sechseinhalb Jahre alter Sohn Hrvoje begann heuer mit der Schule - plant Bazina derzeit auch keinen Wechsel ins Ausland.
(apa)
