"Augen verschlossen": Keine Kontrolle von illegalen CIA-Maschinen in Großbritannien
- Fotos von verdächtigen Flugzeugen veröffentlicht
- Zeitung: Wurden Terrorverdächtige transportiert?
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Washington: USA achtet die Menschenrechte
Die britischen Behörden haben nach einem Zeitungsbericht die Augen vor geheimen CIA-Flügen und Landungen auf britischen Flughäfen verschlossen. Die "Mail on Sunday" stützt ihren Bericht auf Fotos von Luftfahrt-Fans und Protokollen über Flugbewegungen auf Flughäfen. Die Zeitung veröffentlichte Fotos von US-Maschinen auf den drei schottischen Flughäfen Edinburgh, Prestwick und Glasgow vom 20. Juni, 13. November und 16. September.
Recherchen hätten Belege dafür zutage gefördert, dass zahlreiche Maschinen, die im Zusammenhang mit geheimen CIA-Aktivitäten stünden, unkontrolliert in Großbritannien gelandet und von dort wieder gestartet seien.
Eines der Flugzeuge, eine CASA Turboprop, sei auch auf dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul fotografiert worden, schreibt das Blatt weiter. Menschenrechtler äußerten den Verdacht, dass mit der Maschine Terrorverdächtige zu Verhören geflogen wurden. Eine weitere Maschine, eine zivile Herkules C-130, stehe im Mittelpunkt einer EU-Untersuchung zu den CIA-Flügen.
Flugprotokollen der Royal Air Force Base in Northolt im Nordwesten von London gäben Anlass zu der Vermutung, dass höchste britische Regierungskreise bei den geheimen CIA-Aktivitäten mitgewirkt hätten, berichtete die "Mail on Sunday". Die Aufzeichnungen gäben keinen Aufschluss darüber, weshalb zahlreichen Maschinen die Landung erlaubt worden sei. Auch wer an Bord war, sei unklar. Unter den verdächtigen Flugzeugen sei eine Maschine, in der vermutlich Top-Verdächtige gesessen hätten. Dem Blatt zufolge landeten CIA-Maschinen mindestens 210-mal auf britischen Flughäfen. Insgesamt seien landesweit rund zwanzig Flughäfen angeflogen worden, ganz oben auf der Liste stünden Prestwick und Glasgow mit 75 beziehungsweise 74 Landungen, schreibt die Zeitung.(apa/red)
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