Hautkrankheiten, Husten und Depressionen:
Menschen leiden an Folgen von "Katrina"
- Gebiet an US-Südküste durch Chemikalien belastet
- Schimmelbildung und Feuchtigkeit in den Häusern
Mehr als drei Monate nach dem Durchzug des Hurrikans "Katrina" leiden viele Bewohner in den betroffenen Gebieten an der Südküste der USA unter schweren Gesundheitsproblemen. Unter den häufigsten Krankheiten seien trockener Husten, Hautkrankheiten und Depressionen, berichteten Ärzte nach einem Besuch in der Region.
"Die Leute haben mit sehr vielen Risiken zu kämpfen", sagte der Mediziner Howard Franklin vom staatlichen US-Zentrum zur Krankheitskontrolle und -prävention (CDC). Vielerorts wurde die Luft durch Chemikalien verschmutzt, die aus zahlreichen zerstörten und ausgebrannten Gebäuden drangen. Sie lösten bei vielen Menschen Husten aus; wer den Stoffen über längere Zeit ausgesetzt ist, riskiert sogar eine Krebserkrankung.
Ferner klagen viele Bewohner über Schimmelbildung und Feuchtigkeit wegen stehender Gewässer. Die größte Belastung sind nach Meinung von Franklin jedoch der Stress und die Angst der Menschen, die in einer zerstörten Umgebung leben. Die Folge seien Schlafstörungen, starke Stimmungsschwankungen, Gedächtnisverlust und familiäre Probleme. Angesichts der zerstörten Häuser und der Menschen, die seit Wochen und Monaten in Trümmern wohnten, könne er die Traumatisierung der Bewohner gut verstehen, sagte Gesundheitsexperte Irwin Redlener.
(apa/red)
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