Tragödien in Deutschland: Drei Menschen binnen 90 Minuten in Sachsen erschossen
- Für die Behörden ist ein Zusammenhang möglich
Binnen 90 Minuten sind am Freitag in drei Orten im Vogtland im deutschen Bundeland Sachsen drei Menschen erschossen worden. Die Opfer sind eine 25-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 35 und 40 Jahren, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Rund zehn Stunden später wurde das Auto, mit dem der mutmaßliche Tatverdächtige geflüchtet war, im Vogtlandkreis gefunden.
Der Wagen gehörte der getöteten Frau. Bis zum Abend suchte die Polizei erfolglos nach dem Mann. Einen Zusammenhang zwischen den Taten schließen die Ermittler nicht aus. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte eine Polizeisprecherin.
Die junge Frau war um 6.30 Uhr mit einer Schussverletzungen an einer Straße gefunden worden. Etwa eine halbe Stunde später wurden Schüsse aus dem rund 13 Kilometer entfernten Werda gemeldet. Dort kam ein 35-Jähriger vor seinem Wohnhaus zu Tode. Kurz nach 8.00 Uhr ging die Meldung über einen toten 40-Jährigen im Stiegenhaus eines Wohnhauses in Plauen ein. Auch bei ihm wurden Einschusswunden entdeckt. Plauen liegt weitere zwölf Kilometer nördlich.
Die Polizei warnte vor dem flüchtigen Mann, da er höchstwahrscheinlich bewaffnet ist. Dem Landeskriminalamt (LKA) ist ein derart spektakuläres Verbrechen in so kurzer Zeit nicht bekannt: "Das gab es in Sachsen noch nie", sagte eine LKA-Sprecherin der dpa.
(apa)
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