Giftteppich in China: Weitere Stadt wurde von Trinwasserversorgung abgeschnitten
- Bevölkerung muss jetzt um Trinkwasser anstehen
- China: Benzol hat nach Explosion Fluss verseucht

·Vergiftetes Wasser: Welle verliert Tempo
Russischer Grenzort wird am 6. Dezember erreicht
·Wasserversorgung in China läuft wieder
Verantwortliche werden zu Rechenschaft gezogen
Die Giftwelle im nordchinesischen Fluss Songhua hat eine weitere Stadt erreicht. Auch in Dalianhe, 250 Kilometer westlich der Millionenmetropole Harbin, wurde die Trinkwasserzufuhr unterbrochen. Mit Kannen und Kübeln standen die Einwohner Schlange, um Trinkwasser von Lastwagen zu holen. Mitglieder der Kommunistischen Partei gingen von Tür zu Tür und verteilten Wasserflaschen, um zu zeigen, dass die Führung des Landes sich um die betroffenen Menschen kümmert.
Die Behörden erklärten, es werde mindestens drei Tage lang kein Leitungswasser für die 26.000 Einwohner geben. In der nahen Stadt Yilan wird das Wasser nach Angaben der Regierung wahrscheinlich nicht abgestellt, da die dort lebenden 110.000 Menschen über Brunnen und nicht aus dem Fluss versorgt werden. Nach einer Explosion in einer Chemiefabrik am 13. November treibt ein Giftteppich den Songhua herunter. In Harbin fiel fünf Tage lang die Wasserversorgung aus.
Die Chemikalien, darunter das Krebs erregende Benzol, dürften in einigen Tagen die russische 600.000-Einwohner-Stadt Chaborowsk erreichen. Der Songhua fließt in den Fluss Heilong, der in Russland Amur heißt. (apa/red)
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