Chinesische Giftwelle fließt langsamer: Jetzt bleibt noch mehr Zeit zum Eingreifen
- Russischer Grenzort wird am 6. Dezember erreicht
·Wasserversorgung in China läuft wieder
Verantwortliche werden zu Rechenschaft gezogen

Die Giftwelle in dem chinesischen Fluss Songhua hat ihr Tempo verlangsamt und gibt den russischen Behörden so mehr Zeit, ihre Abwehrmaßnahmen voranzutreiben. Wie das Moskauer Katastrophenschutzministerium mitteilte, wird die aus hochgiftigem Benzol und anderen Chemikalien bestehende Verunreinigung voraussichtlich zwischen dem 6. und 8. Dezember den russischen Grenzort Nischneleninsk erreichen.
Bei einem Tempo von 1,5 Kilometern pro Stunde werde sie zwischen dem 9. und 12. Dezember die 600.000-Einwohnerstadt Chaborowsk passieren, sagte Ministeriumssprecherin Viktoria Smolskaja. Die Vergiftung geht auf eine Explosion in einem Chemiewerk in Nordostchina zurück.
In der 3,8 Millionen Einwohner zählenden Stadt Harbin musste deswegen fünf Tage die Trinkwasserversorgung abgestellt werden. Am Wochenende entschuldigte sich Staatspräsident Hu Jintao bei der chinesischen Öffentlichkeit und Russland für den Zwischenfall. Die russische Umweltbehörde teilte mit, China habe zugesagt für alle Umweltschäden aufzukommen, die von der Giftwelle in Russland verursacht werden. (apa)
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