Verwüstungen nach Tropensturm "Delta": 200.000 Menschen auf Teneriffa ohne Strom
- Teneriffa bekommt erst am Freitag wieder Stromnetz
- Der Sturm hat schon mehrere Todesopfer gefordert

Wegen der Schäden durch den Tropensturm "Delta" haben auf der Kanaren-Insel Teneriffa mehr als 200.000 Menschen die zweite Nacht in Folge ohne Strom verbracht. Betroffen sind vor allem die Hauptstadt Santa Cruz sowie La Laguna, wie die Behörden mitteilen. Demnach wird es noch bis Freitag dauern, bis alle Haushalte wieder am Netz sind. In der Nacht waren mehr als 300 Polizisten im Einsatz, um Plünderungen zu verhindern.
Der Sturm hatte auf der Insel mehr als 30 Strommasten umgerissen. Das Material für die Reparatur muss vom spanischen Festland eingeflogen werden. Viele Schulen auf Teneriffa blieben auch am Mittwoch geschlossen. Alle Flughäfen der Inselgruppe hätten inzwischen aber wieder den normalen Betrieb aufnehmen können, teilte die Regionalregierung mit. Der Sturm hatte 19 Menschen das Leben gekostet, darunter 18 afrikanische Flüchtlinge, deren Boot vor Gran Canaria sank.
"Delta" zog inzwischen nach Afrika weiter. In Marokko kostete der Sturm mindestens ein Menschenleben. Vor der Südwestküste des nordafrikanischen Landes sank ein Fischkutter. Ein Mitglied der Besatzung ertrank, acht weitere werden noch vermisst. (apa)
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