Sonntag, 4. Dezember 2005

Lawinenabgang in Sölden: Schneemassen begruben mehrere Menschen unter sich

  • Schock: Lawine ging auf gesicherter Skipiste nieder
  • Drei Deutsche verschüttet - Eine Frau leicht verletzt

Auf einer gesicherten Skipiste in Hochgurgl (Gemeinde Sölden) in den Ötztaler Alpen ist am Sonntag um die Mittagszeit eine Lawine niedergegangen. Drei Deutsche - zwei Männer und eine Frau - wurden aus den Schneemassen geborgen. Letztere musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus geflogen werden. Die beiden weiteren Verschütteten blieben unverletzt.

Zu dem Unglück war es auf der "blauen" Piste 27 im Bereich eines Skiweges gekommen, erklärte die Polizei in Sölden. Bei der Leichtverletzten handelt es sich laut ÖAMTC um eine etwa 60-Jährige, die mit Unterkühlungen vom Notarzthubschrauber Christophorus 1 ins Krankenhaus Zams geflogen wurde. Nähere Angaben zu der Frau konnte die Polizei vorerst nicht machen.

80 bis 100 Personen hätten sich an der Suche nach den Verschütteten beteiligt, sagte Ernst Schöpf, Bürgermeister von Sölden und Leiter der dortigen Lawinenkommission. Alpinpolizisten, die Bergrettung mit Lawinenhunden, Skilehrer, Liftangestellte und drei Hubschrauber seien im Einsatz gewesen. Dieser wurde um 15.00 Uhr abgebrochen.

Schöpf sagte der APA, dass er nicht im Stande sei zu sagen, wie es zu dem Unglück auf der Piste kommen konnte. Es habe in Sölden sehr wenig Schnee gegeben. Möglicherweise könnten Windverfrachtungen eine Rolle gespielt haben. Man werde genaue Untersuchungen zu dem Unglück anstellen.

(apa)

4.12.2005 13:26