Strache bei Tiroler Freiheitlichen:
"Bau von Minaretten ist Fehlentwicklung"
- Will Wr. Ergebnis bei Innsbrucker Gemeinderatswahl
- 'Heiliges Land braucht ehrliche und verlässliche Partei'
·NEWS: H.C. Straches schlagende Burschen
Blaues who's who: Wer
wo etwas zu sagen hat!
·Die seltsame Welt der Burschenschafter
NEWS: Woher sie wirklich
kommen, was sie wollen
Kämpferisch hat sich FPÖ-Obmann Strache am Freitagabend in Telfs beim Außerordentlichen Landestag der Tiroler Freiheitlichen für die Innsbrucker Gemeinderatswahl im kommenden Frühjahr gezeigt. Das Wiener Ergebnis möchte er auf die Bundesländer umlegen. Den Bau von Minaretten - wie in der Marktgemeinde Telfs geplant - bezeichnete er als "Fehlentwicklung".
Die Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach und politische Mitbewerber könnten "noch so laut schreien", meinte Strache: "Ich werde kommen", kündigte er vor den rund 160 Delegierten im bis auf den letzten Platz gefüllten Rathaussaal Unterstützung im Wahlkampf an. "Zach hat allen Grund, nervös zu sein, bei so schlechter Politik, die sie gemacht hat", sprach der FPÖ-Chef unter anderem den umstrittenen Abriss der Hungerburgbahn an. "Mit diesem Akt der Zerstörung wird Zach keine Aufstiegshilfe, sondern eine Talfahrt erleben", war er überzeugt.
Das "heilige Land Tirol" brauche eine "ehrliche und verlässliche freiheitliche Partei" und "keine scheinheilige ÖVP", lehnte Strache neuerlich Gebetstürme in Österreich ab und bezog sich auf das Motto des Parteitages "Herr im eigenen Haus bleiben". "Wir wollen unsere Kultur erhalten wissen", betonte er. Ein Minarette sei ein Symbol kultureller Religiosität, "das nicht hierher passt". Zugewanderte Menschen müssten sich integrieren "und keinen Kulturkampf zu uns hereintragen", erwartete Strache. "Ich will im heiligen Land Tirol und in Österreich weiterhin Kirchenglocken hören, aber nicht den Muezzin", machte er unter wiederholtem Applaus deutlich.
Landesobmann Gerald Hauser zeigte sich stolz, dass 97 Prozent der Parteimitglieder bei den Tiroler Freiheitlichen verblieben seien. "Die Freiheitliche Partei unter Haubner und Haider war unerträglich", sagte er. Der April habe eine Wiedergeburt bedeutet. Für die Gemeinderatwahl in Innsbruck sei ein "zweistelliges" Ergebnis Ziel. (apa/red)
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