Nach 100 Tagen ohne direkte Verbindung: Arlbergbahn nahm Betrieb wieder auf
- Hochwasser im August beschädigte Zugverbindung
- Einzige direkte Bahnverbindung Tirol - Vorarlberg
Rund 100 Tage, nachdem das Hochwasser im August die Bahnverbindung zwischen Tirol und Arlberg unterbrochen hatte, nahm die ÖBB am Samstag wieder den regulären Zugverkehr zwischen Landeck und Bludenz auf. Für die Wiederherstellung der 63 Kilometer langen Strecke investierten die ÖBB rund 30 Millionen Euro - 25 Millionen auf Tiroler Seite und fünf Millionen Euro im Bereich Bludesch.
Durch die schweren Unwetter Ende August wurde das Schienennetz der ÖBB an mehreren Abschnitten in Tirol und Vorarlberg unterbrochen. Die größten Schäden zwischen Strengen und Flirsch wurden nun als letzte Teilstrecke behoben. Damit ist die Arlbergstrecke sowohl für Fernverkehrszüge als auch für den Güterverkehr der Rail Cargo Austria wieder regulär befahrbar.
Wie die ÖBB am Samstag mitteilten, waren für die Wiederherstellung der Infrastruktur im Bereich Strengen - Flirsch insgesamt 100.000 Kubikmeter Schüttmaterial und 45.000 Tonnen Flussbausteine für beschädigte Bahndämme sowie zur Errichtung von bis zu 15 Meter hohen Stützmauern notwendig. Um Erosionen im Zuge von Hochwasserereignissen vorzubeugen, wurden die neuen Stützmauern zusätzlich drei Meter in die Tiefe fundiert. Rund 1.500 Meter Schienen und 1.500 Stück Bahnschwellen wurden ausgetauscht. Für die Wiederinstandsetzung der Oberleitung wurden 2.000 Meter Fahrdraht aufgezogen und 15 Oberleitungsmaste neu gestellt.
Im Zuge der Wiederherstellungsmaßnahmen haben die ÖBB einen Großteil der für das Jahr 2006 geplanten Erhaltungsarbeiten vorgezogen. Damit entfällt die für nächstes Jahr geplante 16-tägige Sperre der Arlbergbahn.
Als Entschädigung für die monatelange Sperre hat die Bahn ein Eröffnungspaket geschnürt. Jeder Reisende, der an diesem Wochenende zwischen Tirol und Vorarlberg ein Ticket löst, erhält eine Gratisrückfahrkarte. Außerdem wurde das Kontingent für 29-Euro-Tickets in den Nachtreisezügen zwischen Wien und Zürich bzw. Graz und Zürich für vier Nächte auf 800 Stück erweitert.
(apa)
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