"50 Jahre Österreich in UNO": Österreich Staatsspitze beging Festakt in der Hofburg
- Fischer: Gemeinschaft trotz Fehlern "unersetzbar"
·Aktive Rolle machte auch Österreich 'groß'
"UNO-Musterschüler" hat jetzt andere Prioritäten
·Zehn Jahre warten auf UNO-Mitgliedschaft
Österreich wurde zum Spielball zw. Ost & West
·Friedenserhaltung als oberstes Ziel
Vereinten Nationen sind in einer Existenzkrise
Bei einem Festakt in der Hofburg hat die Staatsspitze am Mittwoch den 50. Jahrestag der Aufnahme Österreichs in die Vereinten Nationen begangen. Bundespräsident Fischer sagte: "Wir sind stolz und dankbar, dass die aktive Mitarbeit Österreichs in den Vereinten Nationen dazu beigetragen hat, dass Österreich als einer der Sitzstaaten der Vereinten Nationen ausgewählt wurde."
Fischer beschrieb die heute 191-Staaten-Organisation als "unersetzbar". Die UNO ermögliche "Dialog, Gespräche und Interessensausgleich", sie sei "das mit Abstand wichtigste globale Friedensinstrument".
Obwohl die Bundesregierung bereits im Juni 1947 formell einen Antrag auf UNO-Mitgliedschaft stellte, erfolgte die Aufnahme erst achteinhalb Jahre später. Österreich war nämlich zum Spielball zwischen Ost und West im Kalten Krieg geworden: Während die Sowjetunion den Eintritt von Staaten wie Italien, Portugal, Jordanien und Österreich blockierte, blockierten die USA jenen von dem Ostblock zuzurechnenden Ländern wie Bulgarien.
Am 14. Dezember 1955, ein halbes Jahr nach Unterzeichnung des Staatsvertrags, war es dann so weit: Österreich wurde auf Vorschlag des Weltsicherheitsrates gemeinsam mit 15 anderen Staaten von der Generalversammlung in die zehn Jahre zuvor gegründeten Vereinten Nationen aufgenommen. Von 1971-81 war mit dem späteren Bundespräsidenten Kurt Waldheim ein Österreicher UNO-Generalsekretär.
Die Wiener UNO-City beherbergt unter anderem die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO), die Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO) und das Büro zur Bekämpfung von Drogen und Kriminalität (UNODC).
(apa/red)
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