Freitag, 2. Dezember 2005

Ehedrama in Oberösterreich: 71-Jähriger erschoss seine 47-jährige Ehefrau im Schlaf

  • Pensionist richtete sich selbst und tötete auch Hund
  • Motive für Tat waren Eifersucht und Streitigkeiten

Ein 71-Jähriger Pensionist hat Freitag früh seine 47-jährige schlafende Ehefrau im Gemeindegebiet von Wippenham (Bezirk Ried im Innkreis) in Oberösterreich erschossen. Anschließend tötete der Mann den Hund und richtete sich selbst. Motiv für die Tat dürfte Eifersucht gewesen sein. Das gab Sicherheitsdirektor Alois Lißl in einer Presseaussendung bekannt.

Der 71-jährige ehemalige Beamte galt als äußerst ordentlich und gewissenhaft, berichtete Lißl im Gespräch mit der APA. Seit zehn Jahren war er in zweiter Ehe mit der 47-Jährigen verheiratet, gewalttätig gegenüber der Frau sei er bisher nicht geworden. Freitag früh rief der Mann seinen 45-jährigen Sohn aus erster Ehe an und sagte ihm, dass er gegen 6.00 Uhr die Frau erschossen habe. Er kündigte noch an, dass er auch vorhabe, sich selbst und den gemeinsamen Hund umzubringen.

Der Sohn verständigte daraufhin die Polizei. Als die Beamten am Tatort eintrafen, sahen sie durch ein Fenster die Frau, die leblos am Boden lag. Da nicht sicher war, ob sich der Pensionist nicht doch noch im Haus verschanzt hat, wurde das Sondereinsatzkommando Cobra angefordert. Die Einsatzkräfte stürmten das Gebäude. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten die Frau im Schlafzimmer, der Mann wurde tot im Keller aufgefunden.

Der 71-Jährige hinterließ zwei Abschiedsbriefe, die er nach dem Mord noch verfasst hatte, erklärte Lißl im Gespräch mit der APA. Einer war für seine Kinder aus erster Ehe bestimmt, der andere für die Polizei. Darin erklärte er die Hintergründe für die Tat: Eifersucht und Streitigkeiten innerhalb der Ehe. Der Mann hinterlässt zwei Söhne und eine Tochter aus erster Ehe, aus der Verbindung mit der 47-Jährigen gab es keine Kinder.

(apa/red)

2.12.2005 09:23