Mittwoch, 30. November 2005

Herbst 2005 war perfekt: Fließender Über-gang vom Spätsommer zum Wintereinbruch

  • Österreich freute sich über mehr Sonne als üblich
  • Anfang September hatte es in Innsbruck noch 30 °C!

In diesem Jahr hat der Herbst diesen Namen auch verdient - mit einem perfekten Übergang vom spätsommerlichen Wetter Anfang September zum Winter Ende November. Dazu wusste die Hohe Warte in Wien von einem besonderen Aspekt dieses meteorologischen Herbstes zu berichten: Es war in den meisten Landeshauptstädten deutlich sonniger als es dem langjährigen Durchschnitt entspricht.

Durch die überdurchschnittlichen Temperaturen im September und Oktober wurden Abweichungen von 0,4 bis 1,2 Grad Celsius vom Normalwert erreicht. Bis zwei Grad über dem Durchschnitt verlief der Herbst von Innsbruck bis Kufstein sowie strichweise in Kärnten, im Pongau und Lungau sowie in Teilen der Steiermark von Murau bis Bad Radkersburg.

Die höchsten Temperaturen gab es gleich zu Beginn: Innsbruck meldete am 1. September den absoluten Höchstwert mit 30,6 Grad. Aber auch das andere Ende der Skala lässt sich sehen: Einige klare Nächte sorgten mit einer Schneedecke für strenge Frostnächte in manchen Alpentälern oder Becken. Abgesehen von den Bergstationen wurde der tiefste Wert am 25. November mit minus 17,8 Grad Celsius in Seefeld erreicht.

Vom Tiroler Alpenhauptkamm über Osttirol und Kärnten bis in die Weststeiermark sowie im Süden Salzburgs und im obersteirischen Murtal wurden normale bis übernormale Niederschlagsmengen
von 80 bis 130 Prozent des Erwartungswertes gemessen. Normal der Herbst in dieser Beziehung auch in der Nordhälfte Oberösterreichs und im westlichen Waldviertel. Ansonsten blieben die Niederschläge jedoch mit 50 bis 80 Prozent relativ bescheiden.

Die zweite Novemberhälfte brachte um den 20. kräftige Schneefälle von Tirol bis in die Niederösterreichischen Alpen und bald darauf Rekordmengen in Teilen Kärntens und im Süden Salzburgs. Von Lofer bis Lunz und vom Lungau bis zu den Karnischen Alpen und Karawanken sind Neuschneesummen von 50 bis über 100 Zentimeter zu finden.

Bis auf Klagenfurt, das von einigen oberitalienischen Tiefs sowie Nebel benachteiligt war, konnten alle Landeshauptstädte im Herbst ein Plus an Sonnenstunden verzeichnen. Am glücklichsten war Innsbruck mit 511 statt normalerweise 452 Sonnenstunden. Die größte Steigerung gegenüber dem Normalwert gab es in Linz: 409 Stunden bedeuten ein Plus von 130 Prozent. (apa)

30.11.2005 11:17