Montag, 21. November 2005

Tourismus-Turbo mit Burgen, Stiften & Co.:
"Via Imperialis" wächst innerhalb Europas

  • Expansion um 20 Schlösser in den nächsten Jahren
  • Erlebnisdesign als Schlüssel zum Erfolg in Planung

Vor neun Jahren wurde in Wien die "Via Imperialis - Schlösser, Burgen und Stifte im Herzen Europas" aus dem Taufbecken gehoben. Heute sieht sich die von Österreich aus in die ehemaligen Kronländer expandierende Vereinigung als veritabler Turbo für den kontinuierlich wachsenden Kulturtourismus in Mitteleuropa. Im Rahmen einer Generalversammlung wurde in Podersdorf über die Bedeutung und die Zukunft des Vereins diskutiert.

In seiner Funktion als Präsident der "Via Imperialis" betonte Ulrich Graf Goess-Enzenberg, dass der Verein über ein großes Potential für den Tourismus verfüge, vor allem auch in Hinblick auf die zunehmenden Kurzurlaube. Der Zusammenschluss einiger der schönsten und historisch wertvollsten Burgen, Schlösser und Stifte sei kulturtouristisch wertvoll, weil diese Kunst und Architektur erlebnisreich vermittelt werde. Immer häufiger würden laut Graf Goess-Enzenberg kulturinteressierte Kurzurlauber die Liegenschaften der "Via Imperialis" besuchen, weil man hier der Tradition und dem gemeinsamen historischen Erbe verpflichtet sei und der Reisende die Wurzeln Europas spüren und erleben könne.

Expansion in alle Richtungen
Der hochkarätige Verein mit Sitz in Kufstein/Tirol soll in den nächsten Jahren um rund 20 prachtvolle Schlösser in Deutschland und den neuen EU-Ländern wachsen. Darunter finden sich das wohl schönste Barockschloss Deutschlands, Schloss Weissenstein in Pommersfelden bei Bamberg, sowie die ungarischen Schlösser Esterházy in Fertöd und Festetic in Keszthely. Derzeit finden Aufnahmegespräche mit den potentiellen neuen Mitgliedern statt. Dass man sich mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg befindet, beweisen die kräftig angestiegenen Besucherzahlen der derzeitigen Liegenschaften.

Neue Ziele erfordern neue Wege
Beim Treffen im Burgenland wurde intensiv über neue Wege in der Vermarktung der Marke "Via Imperialis" und gemeinsame Marktauftritte diskutiert. Peter Gallhofer, anerkannter Experte im Segment Genusstourismus, verdeutlichte die Notwendigkeit eines genussorientierten Angebotes. Die Marketingspezialistin Elisabeth Thun-Hohenstein, die die Neuorientierung der "Via Imperialis" in den kommenden Jahren entscheidend mittragen wird, bestätigte den aktuellen Reisetrend von der "Spaß- zur Sinngesellschaft": Erlebnisdesign sei die Zukunft und das Angebot der Via Imperialis solle den veränderten Anforderungen der Gäste in den nächsten Jahren Rechnung tragen, um sich im internationalen Kulturtourismus einen Platz im Spitzenfeld zu sichern. (APA/red)

21.11.2005 12:49