Die Aufholjagd beginnt: Hartlauer baut Flagship-Store auf Wiener Mariahilfer Straße
- "Fotolöwe" will Nummer 1 bei MP3-Playern werden
- Robert Hartlauer im NEWS-Talk über seine Strategie

Der Fotolöwe startet mit einem Flagship-Store seine Aufholjagd in Wien. Im NEWS-Interview verrät Robert Hartlauer, wie er vom "größten Handy-Händler" zur "Nr. 1 bei MP3-Playern" werden will.
Am 24. November eröffnet Hartlauer seinen ersten, drei Millionen Euro teuren Flagship-Store auf der Mariahilfer Straße Nummer 61. Auf über 1.000 Quadratmetern werden hier Tausende Produkte angeboten - von der Unterhaltungselektronik über Optik bis zur Akustik. Neu dabei: Hartlauer, der sonst durchwegs auf kleine Filialen mit Service setzt, kopiert hier erstmals das Konzept der großen Märkte.
NEWS: Herr Hartlauer, kehren Sie mit dem neuen Flag- ship-Store Ihrem Konzept der kleinen Service-Filialen den Rücken?
Hartlauer: Nein, wir sehen uns mit unseren 154 Geschäften in ganz Österreich nach wie vor als Nahversorger. Während wir in den Bundesländern aber traditionell stark sind, lässt unsere Position in Wien zu wünschen übrig. Wir machen hier nur 12 Prozent unseres Umsatzes, obwohl in der Hauptstadt 20 Prozent der Menschen leben. Diese Zahlen zeigen, wo unser Ziel liegen muss.
NEWS: Sie kopieren für diese Aufholjagd also die großen Märkte. Ist Geiz für Sie auch geil?
Hartlauer: Nein, denn wir ändern nicht unser bewährtes Service-Konzept. Hartlauer ist eine Beratungs-Company mit speziell geschulten Mitarbeitern. 40 davon werden künftig in der Mariahilfer Straße arbeiten. Wenn Sie mit Geiz eine Bestpreispolitik meinen, sind wir als Diskonter aber natürlich dabei. Ich wage zu behaupten, dass unsere Preise manchmal günstiger, sonst aber zumindest gleich sind.
NEWS: Ist das als Bestpreis-Versprechen zu verstehen?
Hartlauer: Sie können davon ausgehen, dass wir bei den Preisen mithalten. Wenn jemand in einem anderen Geschäft ein Produkt günstiger als bei uns findet, werde ich auf diesen Preis gehen. Das gilt aber nicht für Waren aus dem Internet. Dort gibt es bekanntlich Mehrwertsteuerdifferenzen, die andere Kalkulationen zulassen.
NEWS: Wie sieht es im Bereich der Unterhaltungselektronik aus?
Hartlauer: Aufgrund unserer begrenzten Filialgröße können wir uns einfach nicht auf Plasma-Fernseher konzentrieren - auch wenn wir immer wieder einzelne Aktionen im Programm haben. Unsere Stärke liegt bei den Kleingeräten. Ich möchte 2006 Nummer eins bei MP3-Playern werden. Der iPod hat hier einen wahren Boom ausgelöst. Heuer wurden in Österreich rund 680.000 tragbare Musikplayer verkauft. Das sind um über 100 Prozent mehr als im Vorjahr. 2006 wird die Millionengrenze fallen, und wir wollen ganz vorne mit dabei sein.
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