Mittwoch, 23. November 2005

Und alle sahen weg …

Bereits seit 15 Jahren soll sich ein Knittelfelder Arzt an Frauen und Kindern vergangen haben. NEWS recherchierte die Hintergründe des Sittendramas.

Irgendwie können es die Knittelfelder noch nicht ganz fassen. Dass ihr „Herr Doktor“, der sogar über die Grenzen der Kleinstadt hinaus so sehr geschätzte praktische Arzt Reinhard S., 52, glücklicher Ehemann und dreifacher Vater, im Gefängnis sitzt.

„Ein Missverständnis. Oder gar eine Intrige?“, so die Vermutung vieler Patienten, denen bis dato die Haftgründe der Staatsanwaltschaft unvorstellbar scheinen:
Der Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen, des Besitzes kinderpornografischer Dokumente, des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses und der Körperverletzung.
„Nein, das kann er nicht getan haben.“

Die Kronzeuginnen gegen den Arzt: zwei 13-jährige Mädchen. Doch die Indizien wiegen schwer: die Aussagen zweier 13-jähriger Mädchen, die behaupten, von dem Allgemeinmediziner in seiner Praxis zu perversen Sexspielen genötigt worden zu sein. Und das umfangreiche pornografischen Bildmaterial, das Dienstag vergangener Woche, am 15. November 2005, in der Wohnung des 52-Jährigen sichergestellt wurde.
„Eindeutige“ Fotos, nicht nur von den beiden Schülerinnen – von Hunderten Frauen, darunter wahrscheinlich weitere Minderjährige, viele davon aufgenommen in der Praxis von Reinhard S.

Aber wer sind die Opfer?
Die Ermittler sehen ihre Gesichter, alte sind es und junge, aber sie kennen ihre Namen nicht – und nicht ihre Geschichten. Wie es dazu gekommen ist, dass sie in demütigenden Stellungen vor dem Arzt posierten, er ihre Geschlechtsteile in Nahaufnahme knipsen konnte, sie sich vor ihm mit Sexwerkzeugen malträtierten.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS

23.11.2005 16:35