NEWS deckt auf: Dramatische Ausweitung der Ermittlungen in der Visa-Affäre!
- Justiz erlässt Erhebungsaufträge gegen Spitzenbeamte
- Aufgedeckt: 15 Millionen Euro Umsatz mit 10.000 Visa
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Kronzeuge belastet das Außenamt jetzt massiv
Das Nachrichtenmagazin NEWS deckt in seiner aktuellen Ausgabe auf, dass die Staatsanwaltschaft Wien neue Erhebungsaufträge gegen zwei weitere Spitzenbeamte in der Visa-Affäre erlassen hat.
Nach dem pensionierten Generalkonsul Johann R. und dem Außenamts-Mitarbeiter Peter H. nimmt die Wiener Justiz jetzt weitere Mitarbeiter des Außenministeriums ins Visier. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wien wurden Erhebungen gegen Karl L., der im Außenministerium im Bereich Reise- und Grenzverkehr tätig ist, sowie gegen Nenad S., einen ranghohen Mitarbeiter des österreichischen Konsulates in Belgrad, eingeleitet.
Im Akt 285 Ur 145/05 werden die beiden Bediensteten des Außenministeriums jetzt offiziell als "Verdächtige" geführt. Ermittelt wird zudem weiterhin gegen den burgenländischen Unternehmer Alois K., die Kärntner Unternehmer Klaus und Frank H., gegen Mijolje J und den am 11. November im ungarischen Szeged verhafteten Serben Dusan V.
V. soll unter anderem für den Transport von gut 8.000 Personen von Belgrad nach Budapest verantwortlich sein, wo diesen gegen Bezahlung österreichische Schengen-Visa ausgestellt wurden. Berücksichtigt man, dass pro Visa durchschnittlich 1.500 Euro bezahlt wurden - und dass der Unternehmer Alois K. gestanden hat, Einladungen für weitere 2.000 Visa beschafft zu haben, ergibt sich ein Umsatz aus dem Visa-Business von zumindest 15 Millionen Euro.
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