Freitag, 25. November 2005

Teurer LKW-Verkehr: Brummies kosten den Steuerzahlern jährlich 1,3 Milliarden Euro

  • VCÖ für flächendeckende Lkw-Maut in Österreich
  • Lkw-Transportleistung seit 1990 beinahe verdoppelt

Der Lkw-Verkehr in Österreich belastet Steuerzahler mit 1,3 Mrd. Euro jährlich. Zudem habe sich die Lkw-Transportleistung in Österreich seit 1990 beinahe verdoppelt. Diese Zahlen gab der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) auf Basis einer aktuellen Studie bekannt. Der VCÖ fordert eine flächendeckende Lkw-Maut auf allen Straßen nach Schweizer Vorbild.

Seit dem Jahr 1990 habe sich die Lkw-Transportleistung in Österreich von 16 auf rund 31,5 Milliarden Tonnenkilometer beinahe verdoppelt. Die mangelnde Kostendeckung würde die Zunahme des Lkw- Verkehrs "massiv" verstärken, meint der VCÖ. Unter Berücksichtigung nicht in Geld abgegoltener Schäden belaste der Lkw-Verkehr in Österreich die Allgemeinheit mit 5,9 Mrd. Euro pro Jahr, warnt der Verkehrsclub. Dazu zählen unter anderem Unfallfolge- und Staukosten sowie Gesundheits- und Umweltschäden.

"Der Lkw-Verkehr in Österreich verursacht monetäre Kosten in der Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro pro Jahr. Die Netto-Einnahmen aus verkehrsbezogenen Abgaben, Steuern und Mauten betragen aber nur rund 1,3 Milliarden Euro", erläutert Studienautor Wolfgang Rauh vom VCÖ- Forschungsinstitut.

Als Hauptursache für das ungebremste Wachstum sieht der VCÖ "die fehlende Kostendeckung des Lkw-Verkehrs". Der Lkw-Verkehr bezahle nicht einmal die verursachten Kosten für die Straßenbenützung, allein in diesem Bereich werde der Lkw-Verkehr mit 976 Mio. Euro jährlich subventioniert.
(apa)

25.11.2005 15:51