Überraschend: Konkurs über Fastfood-
Kette Subway in Österreich eröffnet
- Zukunft der Sandwich Shops jetzt ungewiss
Die US-Fastfood-Kette Subway in Österreich steckt in Schwierigkeiten: Am Mittwoch wurde über die Subway Sandwich Shops Gesellschaft in Wien der Konkurs eröffnet, berichten österreichische Tageszeitungen unter Berufung auf den Kreditschutzverband von 1870. Subway hat gegen den Entscheid Berufung angekündigt.
"Das war für uns sehr überraschend", so Geschäftsführer Ettl. Der Betrieb werde weitergeführt. "Wir sind nicht illiquid, nicht zahlungsunfähig, nicht überschuldet", sagt er.
Wie es weiter geht, ist noch unklar. "Ich habe die Überprüfung der Fortführungsmöglichkeiten aufgenommen", so Masseverwalter Schmidt im "WirtschaftsBlatt".
Zu dem Insolvenzantrag ist es laut Ettl im Zuge eines Mietrechts- Streites gekommen. Seinen Angaben zufolge existieren die vom Vermieter vor Gericht behaupteten Forderungen aber gar nicht. Subway seien seit Jahren überhöhte Mieten verrechnet worden. Eine große Immobilienfirma habe von Subway seit Jahren 25 Quadratmeter zuviel verlangt.
Subway betreibt in Wien sechs Standorte in guter Lage, weitere vier Filialen seien in der Bauphase. Derzeit arbeiten rund 40 Mitarbeiter und einige geringfügig Beschäftigte bei der Kette. "Wir schreiben keine Verluste", sagte Ettl, der Umsatz liege zwischen 2,5 und 3 Mio. Euro. Weltweit betreibt Subway 23.413 Shops in 82 Ländern.
Österreich ist für US-Fastfood-Konzerne nicht immer ein leichtes Pflaster: Im September 2003 musste sich die Kette "Pizza Hut" nach sieben Jahren aus Österreich zurückziehen. Auch Burger King scheiterte beim ersten Versuch, hier Fuß zu fassen. Mittlerweile ist die Fastfood-Kette zurückgekehrt. (apa/red)

