Donnerstag, 24. November 2005

Die besten Vorsorge-Angebote fürs Alter: Wie Sie optimal für Ihre Pension vorsorgen

  • So gehen Sie dabei garantiert kein Risiko ein
  • PLUS: Die besten Geld- & Steuertipps fürs Jahresende

NEWS hat die besten Vorsorge-Angebote fürs Alter. Wie Sie jetzt optimal für Ihre Pension vorsorgen und dabei garantiert kein Risiko eingehen.

Den Österreichern stehen künftig saftige Pensionskürzungen ins Haus. "Die staatliche Pension ist an die Grenze der Finanzierbarkeit gestoßen. Daher ist private Vorsorge unabdingbar", analysiert Hans Raumauf, Chef der Donau Versicherung. Handeln ist angesagt, denn die Höhe der staatlichen Pension wird immer ungewisser. Nur wer jetzt eine private Zusatzrente aufbaut, kann im Alter seinen Lebensstandard beibehalten. Aber so attraktiv die Aktienmärkte derzeit auch sind, zur Pensionsvorsorge ist vielen Anlegern dieses Risiko oft zu hoch. Kein Wunder, dass eine neue Anlageform zum Vermögensaufbau boomt: Produkte mit Kapitalgarantie. Absoluter Star darunter ist die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge.

Geförderte Zukunftsvorsorge wird Volkspension
Das optimale Produkt zur langfristigen Vorsorge ist die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge. Uniqa-Boss Konstantin Klien: "Die geförderte Zukunftsvorsorge ist als Basisinvestment zu sehen und ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung der privaten Altersvorsorge." Dabei fördert der Fiskus Einzahlungen von jährlich bis zu 2.000 Euro mit einer Prämie von 9 % (2006: 8,5 Prozent). Wie viel geförderte Privatpension am Ende winkt, wird durch die Wahl der Laufzeit und die Höhe der monatlichen Einzahlungen (ab 10 Euro) bestimmt. Eine Kapitalgarantie sichert die Einlagen, und die Steuerfreiheit lockt zusätzlich. Günter Geyer, Generaldirektor der Wr. Städtischen, euphorisch: "Bis Jahresende sollten wir 180.000 Verträge verkauft haben, denn immer mehr und jüngere Österreicher greifen mit Begeisterung zu unserer Prämienpension." Freilich ist diese Vorsorge ganz auf monatliche Pensionszahlungen nach Ende der Laufzeit (mindestens 10 Jahre) ausgelegt: Wer sich das Geld auszahlen lässt, muss nachversteuern und 50 % der Prämien zurückzahlen.

Top-Renditen durch Austro-Aktien
Die Top-Performance der Wiener Börse macht die Zukunftsvorsorge zum Renner. Denn Banken und Versicherungen legen zumindest 40 % der Zukunftsvorsorgegelder in Austro-Aktien an. Der Rest wandert in den Deckungsstock der Versicherungen oder in Anleihen. Besonders erfreulich ist die überdurchschnittliche Wertentwicklung der Zukunftsvorsorge. Wie der NEWS-Check zeigt, konnten heuer Renditen von bis zu 25 % (exkl. staatlicher Prämie) erwirtschaftet werden (siehe Tabelle S. 76). Kein Wunder, dass aus dem Trend zur privaten Vorsorge ein Boom wurde. Mehr als 600.000 Österreicher haben sich mit dieser steuerbegünstigten Variante ihre Zukunft gesichert. "Der immense Erfolg innerhalb kürzester Zeit belegt den Zuspruch der Anleger", sieht Klien die Entwicklung positiv.

Staatlich geförderte Zukunftsvorsorge sichern
Wer noch nicht (prämienbegünstigt) vorgesorgt hat, sollte dies auf jeden Fall heuer tun, denn die Rahmenbedingungen für die Vorsorge verschlechtern sich. Ab 2006 sinkt für Neuverträge die Garantieverzinsung um 0,5 %, und zudem werden künftig wegen der steigenden Lebenserwartung die Privatpensionen um bis zu 15 % teurer. Wer also bis Jahresende eine geförderte Zukunftsvorsorge abschließt, bleibt von den schlechteren Konditionen verschont. Für Wolfgang Prasser, Chef des Finanzdienstleisters AWD, ein heißer Tipp: "Im Jahr 2006 sinkt die staatliche Prämie auf 8,5 %. Wer heuer abschließt, kann die volle Jahresprämie - das sind maximal 180 Euro - für 2005 lukrieren." Besser hat es da nur der Anleger bei der Generali, die bis zum Jahreswechsel die Prämie auf 18 % sogar verdoppelt. Generali-Vorstands-Boss Karl Stoss: "Wir gehen bis Jahresende von einem Boom bei Lebensversicherungen aus, weil die Konsumenten die Vorteile erkennen, die sich bei einem Abschluss noch in diesem Jahr ergeben."

Siegeszug von Garantieprodukten in Österreich
Besonders groß ist das Interesse der Österreicher aber auch - neben der geförderten Zukunftsvorsorge - an anderen Garantieprodukten. Unzählige solcher Anlageformen, die in alle möglichen Märkte investieren, warten auf Investoren. "Anleger, die sich nicht voll den Schwankungen des Kapitalmarkts aussetzen wollen, sollten sich Produkte mit entsprechender Garantieleistung durchaus näher ansehen", so Prasser. Eines haben alle gemein: Es winken überdurchschnittliche Renditen, und das investierte Geld geht über Laufzeit nicht verloren - das Risiko beschränkt sich darauf, keinen Gewinn zu erzielen, auf entgangene Verzinsung und die angefallenen Kosten. Freilich stehen der Kapitalgarantie auch Nachteile gegenüber: Die Sicherheit gibt es nicht umsonst und kostet den Anleger an Rendite. "Wem die Sicherheit wichtig ist, der wird auch eine geringere Renditechance verschmerzen", sieht Prasser die Nachteile gelassen. Und Erste-Sparinvest-Chef Franz Gschiegl weiter: "Der Vorteil von Garantieprodukten ist, dass man in interessante Märkte investieren kann, ohne einer Verlustgefahr ausgesetzt zu sein. Aber nichts im Leben ist umsonst. Die Kapitalgarantie kostet natürlich."

Unendliche Vielfalt an Garantieprodukten
Das Angebot an Garantieprodukten, die auf den österreichischen Markt kommen, ist nahezu endlos. Die meisten Produkte sind so genannte Garantie-Zertifikate. Sie alle haben eine bestimmte Laufzeit und sind oft auch an der Börse handelbar. Der Anleger profitiert über diese Zertifika-
te vom Anstieg bestimmter Märkte, Rohstoffe, Fonds oder Einzelaktien. Die Kapitalgarantie reicht dabei von 100 % bis zu einer Höchststandsgarantie, wo einmal erwirtschaftete Erträge nicht mehr verloren gehen können. Generell sind die Garantieprodukte - mit Ausnahme der geförderten Zukunftsvorsorge - aber vor allem als Beimischung zur Anlage zu sehen, wobei vor allem auf die Spesen geachtet werden sollte.

Für welche Variante der Vorsorge Sie sich auch entscheiden, generell gilt immer: Je früher man beginnt, desto üppiger wird die künftige Pension ausfallen. Von einer Marktsättigung kann noch keine Rede sein - 1,5 Millionen Österreicher haben überhaupt noch nicht vorgesorgt.

(NEWS)

24.11.2005 13:33