32 Großstädte untersucht: Köln, Helsinki & London sind erfolgreichste Städte Europas
- Standortbedingungen und Produktivität verglichen
- Österreichische Städte wurden nicht miteinbezogen
Die nordrhein-westfälische Metropole Köln gehört nach einer Studie zu den erfolgreichsten Ballungsräumen in Europa. Bei einem europaweiten Vergleich von 32 Großstädten schnitten Helsinki, Köln, London und Amsterdam am besten ab, teilten die HypoVereinsbank und das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) am Mittwoch in Hamburg mit. Auch München landete im oberen Drittel, während Hamburg eher schlecht abschnitt und Berlin den vorletzten Platz in dem Vergleich belegte.
Untersucht wurden die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und Produktivität sowie die Standortbedingungen in den Großstädten in den Jahren 1995 bis 2001. Aktuellere vergleichbare Daten liegen nicht vor. "Die wirtschaftliche Entwicklung in den Ballungsräumen ist sehr unterschiedlich", sagte die HWWA-Forscherin Silvia Stiller. "Einige konnten die Entwicklung in ihren Ländern übertreffen, andere blieben dagegen zurück." So wuchs in Dublin in dem Sechs-Jahres-Zeitraum die Zahl der Erwerbstätigen um 37,5 Prozent. Das ist Europarekord, aber kaum mehr, als in Irland insgesamt. Helsinki verzeichnete dagegen 25,9 Prozent mehr Erwerbstätige und damit fast doppelt so viel wie Finnland als Ganzes.
"Es gibt kein Patentrezept für eine erfolgreiche Stadtentwicklung", sagte Stiller. Dazu seien die Bedingungen in den einzelnen Metropolen zu unterschiedlich und die Einflussfaktoren zu zahlreich. Den erfolgreichen Städten gemeinsam sei allerdings eine hohe Qualifikation der Einwohner und viele internationale Arbeitnehmer und Forscher. Günstig wirkten sich auch internationale Flughäfen und ein hoher Anteil von Dienstleistungen auf die Entwicklung der Ballungsräume aus.
Den deutschen Standorten bescheinigte die Studie trotz einiger Defizite ein gutes Potenzial, wenn Forschung und Internationalität ausgebaut würden. Ein Vorteil der deutschen Großstädte sei die geringere Verdichtung, die mit niedrigeren Kosten einhergehe. (apa/red)

