ÖBB-Bosse verdienen mehr als der Kanzler: SPÖ ortet "Privilegiensumpf" in Chefetagen
- Managerzahl stark gestiegen, Büromieten verdoppelt.
- PLUS: Reichtumsschere in Österreich immer größer:
Nur 1 % der Bevölkerung hält 34 % des Vermögens!
Rekordhöhe - Schon 400.000 Arbeitslose im Winter?
·Die Reichtumsschere wird immer größer
34 % des Vermögens für nur 1 % der Bevölkerung
·400.000 Österreicher im Winter ohne Job?
Arbeitslosigkeit am Weg
zu neuen Rekordhöhen
Viele ÖBB-Bosse verdienen mehr als der Kanzler! Die SPÖ verlangt jetzt von Verkehrsminister Gorbach Aufklärung über Manager-Gehälter, -Abfertigungen, -Dienstreisen, und -Dienstautos. Gefordert wird eine "Trockenlegung des ÖBB-Privilegiensumpfes". Unterdessen wird die Reichtumsschere in Österreich immer größer: 34 % des Vermögens gehört nur 1 % der Bevölkerung. Und das Wirtschaftsforschungsinstitut befürchtet eine neue Rekordarbeitslosigkeit im Winter...
Außerdem kritisiert die SPÖ die stark gestiegene Anzahl der ÖBB-Manager. Sie rechnete vor, dass unter der jetzigen Regierung die Zahl der Vorstandsmitglieder von 7 auf 11 gestiegen ist, die Zahl der Prokuristen von 11 auf 21. Das Thema soll Freitag bei der Sitzung des Rechnungshofausschusses auf den Tisch kommen.
"Minister Gorbach wird die Frage, ob die Ruhestandsversetzung des Ex-ÖBB-Chefs Vorm Walde den Steuerzahler tatsächlich mehr als 1,200.000 Euro kostete zu beantworten haben, weiters wird Gorbach detailliert offen legen müssen, ob die jährlichen Erfolgsprämien des 500.000 Euro-Salärs von ÖBB-Chef Martin Huber auch bei Massenentlassungen von Eisenbahnern ausgeschüttet werden. Auch die astronomische Gage der lediglich für die Immobilien der ÖBB mitzuständigen Frau Steinacker, die mit 348.000 Euro mehr als der Bundeskanzlers der Republik Österreich verdient, wird thematisiert", so SP-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter.
Neben den Personalkosten schießt sich die SPÖ auf die Bürokosten bei den ÖBB ein. Kräuter: "Minister Gorbach wird auch die Verdoppelung der Bürokosten der ÖBB-Bosse durch die Übersiedlung in den Wienerberg-Tower zu begründen haben. Die Mietkosten pro Mitarbeiter belaufen sich nach der Übersiedlung auf 255 Euro, im ÖBB-Gebäude in der Elisabethstraße stehen Büros mit bisherigen Mietkosten von 133 Euro pro Mitarbeiter nun leer."
(apa/red)

