Norweger Svindal holt sich den Super-G in Lake Louise: Benjamin Raich wird Zweiter!
- Erster Sieg im Weltcup für den 22-Jährigen "Elch"
- Hermann Maier und Bode Miller nach Fehlern zurück!
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ABSTIMMEN: ÖSV-Stars gegen den Rest der Welt
Der Norweger Aksel Lund Svindal hat den Österreichern mit seinem ersten Weltcupsieg in Lake Louise die erste Saisonniederlage zugefügt, Benjamin Raich mit seiner besten Platzierung im Super G die tolle ÖSV-Bilanz in dieser Disziplin verlängert. Hermann Maier, der in Lake Louise bei vier Starts drei Mal gewonnen und ein Mal Zweiter geworden war, verpasste nach einem Riesenfehler als 21. hauchdünn die Chance, erstmals seit 2000 als Weltcup-Führender in sein "Wohnzimmer" nach Beaver Creek zu kommen.
"Fehler passieren. Ich habe schon so viele Super G gewonnen, da ist so ein Ausrutscher im ersten Saisonrennen nicht so tragisch", nahm Maier seinen Fahrfehler bei der Schlüsselstelle Steilhang-Einfahrt (Fall Away) und die Niederlage relativ gelassen hin. "Der Kurs war abfahrtsähnlich gesetzt, die einzige Kurve habe ich verpasst. Ich wollte dort voll fahren, das war die falsche Entscheidung", zeigte der 22fache Siger von Weltcup-Super G-Rennen schnell wieder Humor. Aber, so Maier: "Alles nicht so tragisch. Wichtig ist, dass es skifahrerisch bei mir passt."
Bei leichtem Schneefall taten sich wie schon tags zuvor in der Abfahrt die Favoriten mit hohen Nummern auch im Super G schwer. Wer zu viel riskierte, war wie Maier und Vorjahres-Doppelsieger Bode Miller, der nach Platz 22 in der Abfahrt auch im Super G nur 18. wurde, verloren. Dafür überraschten Abfahrts-Sieger Fritz Strobl als Siebenter ("Dort wo ich gestern das Rennen gewonnen habe, habe ich heute Fehler gemacht. Ich bin aber vom Ergebnis überrascht und zufrieden") und Hannes Reichelt, der nach seiner langen Verletzungspause als Achter ein Comeback in den Top-Ten feierte.
Michael Walchhofer musste hingegen als Zehnter erneut zur Kenntnis nehmen, dass seine angebliche Frühform in Kanada noch nicht ausreichend für einen Sieg war. "Ein bissl nachdenklich macht mich das schon", gestand der Salzburger, der vor dem ersten Speed-Wochenende als großer Favorit gegolten hatte. "Aber es ist ja auch nicht so, dass ich jetzt hier grottenschlecht gefahren wäre."
Raich: "Mit diesem Ergebnis bin ich überglücklich"
Allen Grund mit sich zufrieden zu sein, hatte dafür Benjamin Raich. Einen einzigen Podiumsplatz hatte er zuvor (3. in Gröden) im Super G erst herausgefahren, am Sonntag war er sensationell bester Österreicher in einem Speed-Bewerb. Und verlängerte damit die seit 1996 laufende Serie mit zumindest einem ÖSV-Fahrer auf dem Super-G-Podest.
"Nicht schlecht, es war wirklich nicht leicht zu fahren heute. Mit diesem Ergebnis bin ich überglücklich", trauerte der Tiroler dem um nur 7/100 verpassten Sensationssieg keine Sekunde nach. "Ich habe schon in den vergangenen Saisonen Svindal immer wieder als einen Konkurrenten im Weltcup genannt. Er hat ganz großes Potenzial", betonte Raich.
Auch der Pitztaler kommt nun mit guten Erinnerungen nach Beaver Creek, dort hat er im Vorjahr die meisten Punkte aller Starter gesammelt. Zudem ist Bode Miller nur Sechster, im Vorjahr hatte er den Saisonanfang noch nach Belieben dominiert. "Er hat hier im Vorjahr 200 Punkte gemacht. Wäre es damals so ausgegangen wie heuer, wäre es im Weltcup wahrscheinlich anders gekommen", sagte Raich, der bekanntlich die große Kristallkugel knapp gegen den US-Amerikaner verloren hatte. Aber ÖSV-Alpinchef Hans Pum warnte: "Miller ist nach wie vor schnell. Er wird wieder kommen!"
Super G-Ergebnis:
| 1. | Aksel Lund Svindal | NOR | 1:26,04 Min. | |
| 2. | Benjamin Raich | AUT | 1:26,11 | +0,07 |
| 3. | Daron Rahlves | USA | 1:26,12 | +0,08 |
| 4. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 1:26,35 | +0,31 |
| 5. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | 1:26,36 | +0,32 |
| 6. | Marco Büchel | LIE | 1:26,49 | +0,45 |
| 7. | Fritz Strobl | AUT | 1:26,66 | +0,62 |
| 8. | Hannes Reichelt | AUT | 1:26,75 | +0,71 |
| 9. | Patrik Järbyn | SWE | 1:26,83 | +0,79 |
| 10. | Michael Walchhofer | AUT | 1:26,92 | +0,88 |
| 11. | Erik Guay | CAN | 1:26,94 | +0,90 |
| 12. | Andreas Schifferer | AUT | 1:27,05 | +1,01 |
| 13. | Patrick Staudacher | ITA | 1:27,10 | +1,06 |
| 14. | Christoph Gruber | AUT | 1:27,12 | +1,08 |
| 15. | Bruno Kernen | SUI | 1:27,13 | +1,09 |
| 16. | Johann Grugger | AUT | 1:27,27 | +1,23 |
| 17. | Lasse Kjus | NOR | 1:27,28 | +1,24 |
| 18. | Bode Miller | USA | 1:27,35 | +1,31 |
| 19. | Didier Cuche | SUI | 1:27,37 | +1,33 |
| 20. | Peter Fill | ITA | 1:27,43 | +1,39 |
| 21. | Hermann Maier | AUT | 1:27,54 | +1,50 |
| . | Matthias Lanzinger | AUT | 1:27,54 | +1,50 |
| 23. | Tobias Grünenfelder | SUI | 1:27,57 | +1,53 |
| 24. | Bjarne Solbakken | NOR | 1:27,59 | +1,55 |
| 25. | Stephan Görgl | AUT | 1:27,82 | +1,78 |
| 26. | Francois Bourque | CAN | 1:27,84 | +1,80 |
| 27. | Alessandro Fattori | ITA | 1:27,92 | +1,88 |
| 28. | Werner Heel | ITA | 1:28,12 | +2,08 |
| 29. | Silvan Zurbriggen | SUI | 1:28,17 | +2,13 |
| 30. | Jürg Grünenfelder | SUI | 1:28,19 | +2,15 |
(apa/red)
