Samstag, 26. November 2005

Rodeln: Markus Kleinheinz feiert in
Altenberg seinen dritten Weltcupsieg

  • Erster österreichischer Erfolg in dieser Saison

Markus Kleinheinz hat auf seiner Lieblingsbahn in Altenberg am Samstag seinen dritten Weltcup-Sieg gefeiert. Der Tiroler wiederholte im dritten Rennen der Olympia-Saison seine Erfolge von 2002 und 2004, er hat damit für die drei jüngsten ÖRV-Erfolge im Rodel-Weltcup auf Kunstbahnen gesorgt. Der 29-Jährige nähert sich damit Markus Prock an, der im sächsischen Eiskanal sogar sieben Mal gewonnen hat.

Nach Bestzeit im ersten Lauf triumphierte Kleinheinz "auf der superschnellen und extrem glatten Bahn" mit nur 15 Tausendstel Sekunden Vorsprung auf Tony Benshoof aus den USA und 0,442 Sekunden vor dem Deutschen David Möller. Zuletzt war der Stubaitaler bei der Olympia-Generalprobe in Cesana-Pariol Weltcup-Sechster gewesen und hatte am Freitag im Challenge-Cup in Altenberg Rang zwei belegt. "Danach habe ich schon mit einem Stockerlplatz im Weltcup gerechnet. Dass es nun mein erster Sieg nach ziemlich genau einem Jahr geworden ist, freut mich irrsinnig", erklärte Kleinheinz.

Der Tiroler hat damit seinen Olympia-Startplatz wohl sicher. "Das ist wichtig für mich, denn jetzt kann ich in aller Ruhe an der weiteren Abstimmung meiner Rodel arbeiten, ohne immer einen Spitzenplatz erbringen zu müssen." Schon vor Altenberg hatte er Umstellungen am Schlitten vorgenommen. "Die haben sich hier sicher positiv ausgewirkt. Dafür gebührt den Betreuern ein großes Dankeschön," sagte Kleinheinz, er sich in der Gesamtwertung auf Rang vier verbesserte.

Auch bei Neo-Bundestrainer Rene Friedl war die Freude groß. "Ich hätte mir nie gedacht, dass ich als Deutscher so gerne die österreichische Bundeshymne höre", meinte der sichtlich gerührte Coach nach der Siegerehrung. ÖRV-Sportdirektor Markus Prock war voll des Lobes für Kleinheinz: "Super, mit einem Weltcupsieg in der Tasche ist's immer leichter, mit dem ÖOC betreffend Lockerung der extremen Quali-Richtlinien für Turin 2006 zu verhandeln."

Rainer Margreiter und Daniel Pfister waren mit den Rängen 12 und 13 nicht zufrieden, beide verpatzten je einen Lauf. Margreier trauerte einem Top-Ten-Rang nach, ortete aber dennoch einen Aufwärtstrend. "Schade, den zweiten Lauf habe ich super hinuntergebracht, eine Platzierung um Rang sechs wäre auf jeden Fall drinnen gewesen."

(apa)

26.11.2005 15:12