Mittwoch, 23. November 2005

Schwimmen: Österreichs Elite kämpft in geballter Ladung um EM- und WM-Tickets!

  • Ströck-Qualifying in Wien: "Gesetzte" für Triest-Quali
  • Schauer rechnet mit etwa zehn OSV-Teilnehmern

Nach viermonatiger Pause treten Österreichs Spitzen-Schwimmer von Freitag bis Sonntag wieder geballt und geschlossen in Aktion. Beim 32. Ströck-Qualifying im Wiener Stadthallenbad geht es um die Tickets für die Kurzbahn-Europameisterschaften vom 8. bis 11. Dezember in Triest, auch für die Kurzbahn-WM vom 5. bis 9. April kann man sich qualifizieren. Für Triest darf auf eine zweistellige österreichische Teilnehmerzahl gehofft werden.

Auch Verbandspräsident Paul Schauer liegt mit seiner Einschätzung in diesem Bereich: "Ich glaube, dass wir etwa eine 10-köpfige Mannschaft zusammenbringen werden. Auch die Hoffnungsträgerlimits wird es wieder geben." Dadurch erhalten Nachwuchsschwimmer wie schon bei der WM im Juli die Möglichkeit, sich über nicht ganz so strenge Normen ebenfalls zu qualifizieren und die Luft großer Titelkämpfe zu schnuppern.

Für einige Asse werden die Limits wohl kein Hindernis darstellen. Etwa für Mirna Jukic, die am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der Ströck-Stamm-Filiale in Wien 22 meinte: "Ich war zuletzt drei Sekunden unter dem Limit. Also gehe ich davon aus, dass ich das schaffe." Die 19-Jährige kann sich daher auf die Rückeroberung ihres Europameister-Titels konzentrieren, im Vorjahr musste sie diesen ja an die Deutsche Anne Poleska abgeben.

Rogan "so stark wie noch nie"
Markus Rogan blieb zuletzt in Krems über 200 m Rücken zwar rund vier Sekunden über seiner Bestzeit, das ist in der Aufbauphase für große Wettkämpfe aber ganz normal. Selbst ein Top-Schwimmer kann nur bei wenigen Höhepunkten in Rekordform sein. Rogans jüngste Zeiten lassen sogar recht viel erhoffen: "Ich fühle mich stark wie noch nie um diese Jahreszeit", meinte der 23-Jährige, dessen Saisonziel schlicht und einfach der Weltrekord ist.

Marilies Demal, Nina Dittrich und Birgit Koschischek haben ebenfalls sehr gute Chancen, das EM-Limit zu erbringen. Fabienne Nadarajah wird trotz ihrer vor knapp zwei Wochen in Bozen erlittenen Schulterverletzung starten, sofern es die Fitness zulässt. "Kraulen ging schon wieder ganz gut, Delfin noch nicht so", erklärte die 20-Jährige. "Ich brauche aber jetzt diesen Wettkampf. Danach werde ich entscheiden, ob es Sinn macht, bei der EM zu starten."

Dominik Koll und Sebastian Stoss werden zwar beim Ströck-Qualifying starten, aber auf keinen Fall bei bei der EM. Der Trainingsrückstand nach der eben erst abgeschlossenen Absolvierung des Grundwehrdienstes macht das nicht sinnvoll. Zuversichtlicher darf Maxim Podoprigora sein, allerdings kann er sich derzeit selbst schwer einschätzen: "Durch meine Umstellung im Training weiß ich es nicht so recht. Aber in Zukunft rechne ich doch wieder mit mehr."

Von der auch international guten Besetzung des Wiener Meetings dürfte vor allem Rogan profitieren. Er wird gegen die Ex-Europameister Blaz Medvesek (SLO) und Gordan Kozulj (CRO) antreten. Weitere prominente Teilnehmer sind Weltmeister Peter Mankoc (SLO) sowie Welt- und Europameister Mark Foster (GBR). Die Vorläufe werden ab 9:00 Uhr ausgetragen, die Finali am Freitag und Samstag ab 17:00 sowie am Sonntag ab 16:00 Uhr.

(apa)

23.11.2005 14:10